Wenn gefräßige Dinos Kinder jagen

Netflix-Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ überzeugt

Die Gruppe von Kids erlebt zusammen viel.
Die Gruppe von Kids erlebt zusammen viel. © Netflix

Der Kino-Blockbuster „Jurassic World“ (2015) von Regisseur Colin Trevorrow, der vierte Teil der bekannten Dinosaurier-Reihe (gestartet 1993 von Steven Spielberg), war ein irrsinnig großer Erfolg an den Kinokassen.

Nach einem ebenso lukrativen wie düsteren fünften Teil („Jurassic World: Das gefallene Königreich“ von J.A. Bayona) wurde Teil sechs nach mehreren Corona-Verschiebungen kürzlich abgedreht. Der Kinostart des Abschlusses der neuen Reihe ist aktuell mit Juni 2022 datiert.

Liebevoll-authentische Charakterzeichnung

Um den Fans in aller Welt bis dahin die Wartezeit zu verkürzen, tat sich das Filmstudio Universal mit dem Streaminganbieter Netflix zusammen, um das bestehende Filmuniversum auf andere Formate abseits des Kinos zu erweitern.

Herausgekommen bei diesem ersten Experiment ist dabei die achtteilige Hochglanz-Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ (Originaltitel: „Jurassic World: Camp Cretaceous“), die die Handlung während der Geschehnisse des ersten Teils von „Jurassic World“ ansetzt und somit die Gelegenheit nützt, den gleichnamigen (noch) voll funktionstüchtigen Dino-Vergnügungspark weiter auszukundschaften.

Im Zentrum der Folgen à 24 Minuten stehen dabei sechs höchst unterschiedliche Teenager, die im jugendlichen Camp Kreidezeit einchecken – just zu der Zeit, in der nebenan alles gehörig den Bach runter geht, weil der wild gewordene Indominus Rex ausbricht und den Insel-Park in Angst und Terror versetzt.

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Die Kids müssen zusammenhalten, vor gefräßigen Dinos fliehen, geraten dabei teils heftig aneinander und lernen sich dabei (auch selbst) immer besser kennen. Gerade letzteres ist den Autoren dabei unglaublich gut gelungen, die liebevoll-authentische Charakterzeichnung der Protagonisten ist fein gesponnen.

Man fühlt mit, man leidet mit. Natürlich wird auch so manches Klischee bedient, immerhin steht das Abenteuer dann doch im Vordergrund. Und das kann durchaus auch gruselige Züge annehmen, vor allem weil nicht immer alles gut ausgeht. Für Kinder ist die Serie dennoch geeignet, denn es werden wichtige Werte vermittelt.

Vom nostalgischen Beginn, getaucht in prächtigen Sommerfarben, bis hin zur dunklen Nacht voller Raubtiere und Bedrohungen – alles ist dabei. Übertrieben wird es dann etwas in den Actionszenen am Ende, aber auch das verzeiht man den Machern gerne. Denn man merkt von der ersten bis zur letzten Sekunde stets eines: Diese Serie hat eine Seele.

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