Wenn LIMAK auszieht, könnte Linzer Bergschlössl verkauft werden

Große Hürde für Nachnutzung ist der Denkmalschutz

Von Michaela Ecklbauer

LINZ – Große Aufregung herrscht seit der Ankündigung der Stadt Linz, psychisch auffällige Menschen zu motivieren, sich von der Innenstadt in den Bergschlössl-Park am Fuße des Froschbergs zu bewegen. Bislang haben die Betroffenen das Angebot noch nicht angenommen. Sozialarbeiter wollen noch bis Sommer ab- warten.

Dafür werden jetzt Pläne gewälzt, wie es mit dem Bergschlössl selbst künftig weitergehen soll. „Sobald der Science Park an der Johannes Kepler Universität fertig ist, spätestens 2022, wird die eingemietete Austrian Business School (LIMAK) vom Bergschlössl an die Uni übersiedeln. Bis zum zweiten Quartal 2020 sollten wir eine Entscheidung über die Nachnutzung getroffen haben, um Zeit für die Umsetzung zu haben“, sagt Bürgermeister Klaus Luger im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Mittlerweile schließt er den Verkauf des historischen Gebäudes, das unter Denkmalschutz steht, nicht mehr aus. „Die Problematik ist, dass Säle, z. B. im Dachgeschoß, aus feuerpolizeilichen Gründen schon jetzt nur noch mit wenigen Menschen genutzt werden können.

Hohe Investitionskosten

Eine kostengünstige Feuertreppe darf aus Gründen des Denkmalschutzes nicht errichtet werden. Mit Investitionskosten unter einer halben Million Euro kommt man daher gar nicht aus“, schildert Luger die Problematik: „Mein Herz schlägt eher für die Vermietung, aber ich schließe einen Verkauf nicht mehr aus.“ Zudem gebe es auch die Problematik, dass der Park öffentlich zugänglich ist, und es eine geschlossene Gesellschaft wie eine Hochzeit nicht gerne hat, wenn während einer Veranstaltung jemand durchgeht.

Geprüft werden soll jedenfalls, ob eine andere städtische Einrichtung dort Platz finden könnte. Am ehesten bräuchte man Kinderbetreuungseinrichtungen, allerdings nicht in dieser Gegend.

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