„Wer wenig einzahlt, erhält auch wenig“

Anderle: „Anstrengungen“ bei Frauenpensionen

Der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Manfred Anderle, drängt auf eine Heranführung des faktischen Pensionsalters an das gesetzliche. „Denn je länger jemand im Erwerbsleben bleibt, desto höher fällt die Pension aus. Jedes zusätzliche Monat zahlt sich aus“, so Anderle.

Aus seiner Sicht sind jedenfalls „vermehrte Anstrengungen“ für die Pensionen von Frauen nötig. Gegenüber der APA verwies er auf den „eklatanten“ Unterschied in der Pensionshöhe, die bei Männern durchschnittlich bei 1508 Euro liegt, bei Frauen hingegen nur bei 938 Euro. „Eine lange Dauer in Teilzeitbeschäftigung verschärft diese Situation. Denn, wer wenig einzahlt, erhält auch wenig. Und nicht alle Frauen arbeiten freiwillig Teilzeit“, sagt der PVA-Obmann in seiner Stellungnahme.

Um Menschen länger im Erwerbsleben zu halten, gehe die PVA neue Wege, etwa mit dem Projekt Reha-Jet, mit dem Reha-Patienten genau jene körperlichen Fähigkeiten trainieren können, die sie an ihrem individuellen Arbeitsplatz benötigen.