Wer zahlt für Unwetterschäden am Auto?

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Juristin Kristina Mayr

Immer wieder kommt es auch zu massiven Schäden an Fahrzeugen aufgrund von schweren Unwettern. Aber wer bezahlt für die durch Sturm, Hagel und Wasser entstandenen Ärgernisse?

„Schäden durch Naturgewalten wie zum Beispiel Hagel, Überschwemmungen oder Sturmböen über 60 Stundenkilometer, sind bei bestehender Voll- oder Teilkaskoversicherung gedeckt. Um Klarheit über den Versicherungsschutz zu gewinnen, sollte man aber einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen“, weiß ÖAMTC-Juristin Kristina Mayr.

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Wer keine Kaskoversicherung, sondern nur eine Haftpflichtversicherung hat, sieht bei einem Unwetterschaden gar kein Geld von der eigenen Versicherung. Es sein denn, der Schaden wurde durch einen Dritten verursacht. „Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Haus- oder Grundstücksbesitzer schadhafte Bäume und deren Äste nicht rechtzeitig vor dem Unwetter geschnitten hat. Das gleiche gilt bei losen Dachziegeln oder Mauerteilen, die auf ein geparktes Auto fallen. Auch Baufirmen und Werbeunternehmen können für mangelhaft montierte Gerüste beziehungsweise Plakatwände haften“, erklärt die Juristin.
Wichtig ist es laut Mayr, Schäden mit Fotos zu dokumentieren und sofort der Versicherung zu melden.