WHO besorgt über starken Anstieg der Fälle in Afrika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) blickt mit großer Sorge auf die schnelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Afrika. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Infizierten auf dem Kontinent um 51 Prozent erhöht, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz.

Die Zahl der Todesopfer sei um 60 Prozent gestiegen. Angesichts des Mangels an Corona-Tests gebe es aber wohl eine hohe Dunkelziffer. Nach Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben starben inzwischen mehr als 1.000 Menschen in Afrika nach einer Coronavirus-Infektion.

Algerien meldete 364 Tote, in Ägypten wurden 205 Todesfälle verzeichnet und in Marokko starben mindestens 135 Infizierte. Die Zahl der bestätigen Corona-Fälle in Afrika liegt bei fast 20.000.

Die WHO rief dazu auf, die afrikanischen Länder im Kampf gegen die Pandemie finanziell und durch die Lieferung medizinischer Ausrüstung zu unterstützen. Die Ausbreitung des Virus in Afrika könne noch unter Kontrolle gebracht werden, sagte der WHO-Direktor für Notfälle, Michael Ryan. Um dies zu erreichen, müssten die Anstrengungen zur Bekämpfung des Coronavirus aber intensiviert werden.

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