Wichtige Neuregelung in der Pflege

Fraktionen stimmten im Unterausschuss gemeinsam für Erleichterungen

Eine wichtige Neuregelung brachte am Donnerstag der Unterausschuss des OÖ Landtags zur Absicherung der mobilen Pflege in Oberösterreich — wie bereits im VOLKSBLATT berichtet — fraktionsübergreifend auf Schiene.

Sofort-Maßnahme

„Die mobilen Pflegedienste werden künftig auch für Pflegeassistenten geöffnet. Damit wird eine wichtige Sofort-Maßnahme gegen den Fachkräftemangel entsprechend umgesetzt“, erklärt OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer den gemeinsamen Schritt.

FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr nennt die Entscheidung eine „Win-win-Situation in der mobilen Pflege“ und die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Ulrike Schwarz will zusätzlich „bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn gegen den Pflegenotstand“. Für SPÖ-Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer ist die „Änderung der Richtlinie zur Förderung professioneller sozialer Dienste in OÖ ein Rahmen, um für die Anbieter mobiler Betreuung gewisse Einsatzstunden mit Pflegeassistenten abzudecken“.

Die wesentlichen Vorteile:

  • Wiedereinsteiger oder Umsteiger erhalten mehr Berufsmöglichkeiten.
  • Durchlässigkeit zum Gesundheitssystem wird erhöht.
  • Fachsozialbetreuer Al-tenarbeit werden durch Nachbesetzung offener Stellen, die derzeit nicht besetzt werden können, entlastet.

Alle anderen Bundesländer setzen Pflegeassistenten bereits erfolgreich im mobilen ein. Bis dato ist der Einsatz von Pflegeassistenten (PA/ einjährige Ausbildung) weder im mobilen noch im stationären Bereich in Oberösterreich möglich.

Nächster Schritt

„Im nächsten Schritt geht es darum, wie wir die Mitarbeiter auch im stationären Bereich entlasten können“, so Hattmannsdorfer. Wie bereits angekündigt, startete dazu gestern ein Diskussionsprozess zum Einsatz von Pflegeassistenten im stationären Bereich mit dem Ziel, Fachsozialbetreuer Altenarbeit (FSB-A) zu entlasten.

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