Wiener ImPulsTanz mit kleiner Herbstausgabe

Das ImPulsTanz-Festival hätte heuer eigentlich von 9. Juli bis 9. August die Bühnen der Bundeshauptstadt mit zeitgenössischem Tanzgeschehen beleben sollen – und wurde wie so vieles ein Opfer der Corona-Pandemie. Stattdessen legte man das noch bis 30. August laufende Workshopformat “Public Moves” auf und stellte nun eine kleine Herbstausgabe des Festivals zusammen, die im Anschluss startet.

So sind im September und Oktober zwölf Termine im Feld zwischen Vortrag und Vorstellung angesetzt. Als Spielstätten dienen hierbei das Odeon Theater in Wien-Leopoldstadt und das Kunsthistorische Museum (KHM).

Den Auftakt markiert Alain Franco als langjähriger musikalischer Begleiter von Anne Teresa De Keersmaeker, der bereits am 1. September die Wiener Klaviermusik von Beethoven bis Schönberg unter dem Titel “Wiener Melange” durchmisst. Mit einem Respektsabstand folgt dann am 25. und 26. September Tino Sehgal, der zu einer Preview seines neuen Projekts “This Joy” ins KHM lädt, wo er inmitten der am 29. September eröffnenden Schau “Beethoven bewegt” die Kompositionen des Jahresjubilars tänzerisch interpretiert.

Der belgische Regiechoreograf Michael Laub hält dann an zwei Abenden (1. und 2. Oktober) persönlichen Rückblick auf seine Karriere in Form von Lectures, bevor zwischen 6. und 16. Oktober schließlich ausgiebig das 15-jährige Bestehen der Formation Liquid Loft gefeiert wird – jener Compagnie, die einst von Chris Haring mitbegründet wurde. Der Höhepunkt dieser Feierlichkeiten steht hier gleich am Anfang, wenn am 6. Oktober im Odeon die Uraufführung von “Blue Moon You Saw …” begangen wird, das die Produktion “Stand Alones” aus dem Vorjahr weiterdenkt.

Am 13. Oktober folgt mit “Posing Project B” ein Klassiker der in Wien ansässigen Formation aus 2007. Und dazwischen steht am 10. Oktober die Präsentation der im Oktober erscheinenden Publikation “Shiny Shiny” (Verlag für moderne Kunst), die Liquid Loft aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Dirk Stermann führt durch den Abend im Odeon, der mit einem Plattenrelease inklusive Konzert von “Work for Liquid Loft” von Andreas Berger endet.

(S E R V I C E – )

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