Parksheriff mit Coronavirus bedroht und angespuckt

Gleich zwei Mal ist am Dienstag ein Wiener Parksheriff von einem 33-Jährigen mit dem Coronavirus bedroht worden.

Als das Kontrollorgan den Mann um 8.30 Uhr in der Sechshauserstraße beanstandete, weil er seinen Pkw in einer Ladezone abgestellt hatte, hustete jener ihn an und drohte mit einer Infektion mit SARS-CoV-2. Fünf Stunden später spuckte derselbe Mann den Parksheriff unweit vom ersten Tatort an.

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Wie die Landespolizeidirektion am Donnerstag berichtete, ließ der Parksheriff den ersten Vorfall auf sich beruhen, da er eine MNS-Maske und Sonnenbrillen trug und sich dadurch ausreichend geschützt fühlte. Brenzliger wurde es aus seiner Sicht, als er um 13.30 Uhr in Rudolfsheim-Fünfhaus auf denselben Mann traf, der diesmal seinen Pkw vorschriftswidrig in einer Kurzparkzone abgestellt hatte. Der 33-Jährige beschimpfte laut Polizei zunächst das Überwachungsorgan und ging schließlich dazu über, den Parksheriff zu bespucken, wobei er angab, an Covid-19 erkrankt zu sein.

Aufgrund des Pkw-Kennzeichens konnte die Identität des Spuckers rasch ermittelt werden. Der 33-Jährige wurde vorübergehend festgenommen, der Parksheriff brach seinen Dienst ab und begab sich vorsorglich in häusliche Quarantäne. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Verdächtige einer zwangsweisen Testung auf SARS-CoV-2 zugeführt. Das Ergebnis verlief negativ. Der 33-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.

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