Wiener Schweizerhaus eröffnete Prater-Frühling

Bereits zum 99. Mal hat der Traditionsbetrieb Schweizerhaus im Wiener Prater am Freitag den Saisonstart eingeläutet. Pünktlich um 11.00 Uhr öffnete das Schweizerhaus seine Pforten und servierte die ersten Stelzen und Bier-Krügerl des heurigen Jahres. Die Schweizerhaus-Betreiber erwarteten 3.000 bis 5.000 Gäste und rüsteten sich dafür mit einem zusätzlichen Bierzelt.

In den ersten Tagen wird der Saisonstart mit Livemusik gefeiert. Für Unterhaltung sorgen an diesem Wochenende unter anderem die Bands “Motovidlo”, “Krügerltrio” und “Wiener Wahnsinn” mit volkstümlicher Musik.

Der Saisonstart des Schweizerhauses ist für manchen Fan ein so wichtiger Fixtermin, für den er sogar einen Urlaubstag nimmt, wie Hausherr Karl Kolarik der APA erzählte: “Unsere Stammgäste wurden schon im Kinderwagerl in das Schweizerhaus geschoben und kommen heute mit ihren eigenen Enkeln.” Für Fans des St. Patricks Day ́s steht diesen Sonntag auch Irish Stew auf der Karte. Das traditionell grün eingefärbte Bier wird es aber nicht geben.

Bekannt ist das Lokal neben der Stelze auch für sein Budweiser-Bier. Durch den böhmischen Zapfbrauch dauert es ganze sieben Minuten, bis ein Krügerl voll ist.

Das Schweizerhaus ist seit 1920 in Besitz der Familie Kolarik und mit Sohn Karl jun. und Tochter Regina ist bereits die dritte Generation im Lokal tätig. Für das anstehende 100-jährige Jubiläum im kommenden Jahr sei man bereits in der Planungsphase, hieß es. Details wollte heute aber noch niemand verraten.

Die Saison endet am 31. Oktober. Bis dahin arbeiten 180 Mitarbeiter im Schweizerhaus. Da längst-dienende Mitglied der Kellnerriege ist bereits seit 38 Jahren im Einsatz. Im Gastgarten gibt es 1.400 Sitzplätze, von denen ein Drittel immer für Stammgäste und Laufkundschaft freigehalten wird.