Wildschwein-Alarm in Italien

Zwei Fußballer kamen bei Unfall auf Autobahn im Piemont ums Leben

In Italien wächst die Sorge wegen der hohen Zahl von Wildschweinen, die immer häufiger schwere Verkehrsunfälle verursachen. Zwei Fußballer sind am Donnerstag auf der Autobahn A26 in Carpignano in der norditalienischen Provinz Novara bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ihr Auto war mit einer Gruppe von Wildschweinen kollidiert. Eine dritte Person, die sich mit den Fußballern im Pkw befand, wurde verletzt.

Im Vorjahr wurden 164 Unfälle mit 15 Todesopfern und 221 Verletzten gemeldet, die auf Tiere zurückzuführen sind. Wildschweine sind in mehreren Teilen Italiens ein Problem. 10.000 Verkehrsunfälle pro Jahr seien von Wildtieren verursacht, betonte der Landwirtschaftsverband Coldiretti.

„Das Problem der Wildschweine ist außer Kontrolle“, warnte der Landwirtschaftsverband. Die Zahl der Wildschweine wird in Italien auf zwei Millionen geschätzt. Coldiretti rief die italienischen Behörden zu einer Kampagne zur Erlegung der „Schwarzkittel“ auf, die sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt haben.

Die Tiere sind in mehreren Teilen Italiens ein Problem. Pläne der Region Toskana, Tausende Wildschweine zu töten, haben für heftige Proteste gesorgt. Umweltschützer und eine Reihe von Prominenten, darunter italienische TV-Stars, Künstler und Intellektuelle, riefen eine Kampagne gegen die geplante Tötung ins Leben.

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