Wildschweine auf Autobahn: Eine Tote in Italien

Wildschweine auf einer norditalienischen Autobahn haben Donnerstagfrüh einen Unfall mit einer Toten und zehn Verletzten ausgelöst. Die Karambolage ereignete sich auf der A1 nahe der Stadt Lodi in der Lombardei. An dem Unfall waren drei Autos beteiligt. Bei der Toten handelt es sich um eine 28-jährige Polin. Unter den Verletzten, von denen sich zwei in Lebensgefahr befanden, waren drei Kinder.

Seit 2013 wurden allein in der Lombardei 700 Verkehrsunfälle von Wildschweinen verursacht. Italienweit gibt es mehr als eine Million dieser Tiere, die sich stark vermehren. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Wildschweine mehr als verdoppelt, berichtete der Landwirtschaftsverband Coldiretti.

Wildschweine sind in mehreren Teilen Italiens ein Problem. Pläne der Region Toskana, 250.000 Tiere zu töten, haben in den vergangenen Monaten für heftige Proteste gesorgt. Umweltschützer und eine Reihe von Prominenten, darunter italienische Fernsehstars, Künstler und Intellektuelle, riefen eine Kampagne gegen die geplante Tötung der Tiere ins Leben.

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