Wincent Weiss: Irgendwie Anders (Universal)

Mit seinem Debütalbum schaffte Wincent Weiss vor zwei Jahren einen Charthit, Songs wie „Musik sein“ oder „Feuerwerk“ liefen in Dauerschleife im Radio. Jetzt legt der 26-Jährige nach. Auf der Platte „Irgendwie Anders“ zeigt sich Weiss nicht nur von seiner poppigen Seite, sondern auch zutiefst verletzt und persönlich.

Die 13 Lieder, darunter bereits veröffentlichte Singles wie „An Wunder“ oder „Hier mit dir“, sind zunächst gut gemachter Pop. Mal blickt der aus Schleswig-Holstein stammende Sänger in eine glückliche Zukunft voraus („Kaum erwarten“), mal auf eine unglückliche Beziehung zurück („Zeichen“). Am Ende stechen dann aber zwei Songs heraus, die vom üblichen Popschema abweichen. Die Single „Pläne“ handelt von einer Liebe, die während seiner Musikerkarriere in die Brüche gegangen ist. Viele Fans berichteten im Internet, beim ersten Hören geweint zu haben.

Noch emotionaler dürften seine Fans die Ballade „1993“ aufnehmen. Das Geburtsjahr des Sängers kommt im Lied nicht einmal vor, dafür rechnet Weiss mit seinem Vater ab, den er nach eigenen Worten nie kennenlernte. „Ich hab eins von dir gelernt, das geb ich gerne zu. Wenn ich mal Vater werde, werd ich nie so sein wie du.“
Ein erneuter Charterfolg dürfte Weiss mit „Irgendwie Anders“ sicher sein.

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