Meinung

von Herbert Schicho

Windschatten

Kommentar zum Missbrauch der aktuellen Ausnahmesituation.

Es ist offensichtlich verlockend, die Ausnahmesituation, die uns Corona bescherte, für die eigenen Zwecke zu missbrauchen.

Quasi den Windschatten nutzen. Die FPÖ versucht, den Unmut über die Corona-Maßnahmen hinter die blaue Linie zu bekommen und sich als Robin Hood der Ungeimpften zu positionieren. Und die SPÖ probiert, ihre alten Forderungen nun in neuem Gewande zu verkaufen.

Egal ob es die Reichensteuer oder Geldgeschenke betrifft. Fast schon dreist ist es, wenn die beim Parteitag beschlossene Abschaffung der Matura nun als Corona-Maßnahme eingefordert wird. Zur Klarstellung: Die Schüler waren und sind massiv von den Maßnahmen gegen die Pandemie betroffen.

Und darauf muss auch Rücksicht genommen werden. Sollte Omikron in den kommenden Wochen weiter wüten und neue Maßnahmen im Bildungsbereich erfordern, muss man daher über weitere Hilfen und Ausnahmen nachdenken.

Aber das Ziel sollte schon sein, einen möglichst normalen Unterricht und eine möglichst normale Matura anzubieten. Die Dreistigkeit zeigt sich auch, wenn SPÖ-Klubchef Lindner einfordert, dass der Minister die Schüler ernst nehmen und mit diesen verhandeln müsse, wohl wissend, dass der Minister in permanenten Gesprächen mit der offiziellen und gewählten Schülervertretung steht.

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