Winter-Wunderland mit Tücken

Schwerer, patziger Schnee: Dutzende Bäume stürzten durch die Last um

In St. Johann/Walde (Bez. Braunau) gab es bis gestern Vormittag 23 cm Schnee.
In St. Johann/Walde (Bez. Braunau) gab es bis Dienstagvormittag 23 cm Schnee. © Fesl

BRAUNAU — Der über Nacht andauernde Schneefall hat — vor allem im Innviertel — am Dienstag zu zahlreichen Schneedruckeinsätzen der Feuerwehren geführt. Etliche Bäume waren unter der Schneelast zusammengebrochen. Alleine über die Landeswarnzentrale in Linz wurden mehr als 30 solcher Einsätze koordiniert. Hauptsächlich betroffen war der Bezirk Braunau, aber auch im Bezirk Ried stürzten Bäume um.

Für die Einsatzkräfte sind Ausfahrten, bedingt durch den nassen, patzigen und somit schweren Schnee zu Winterbeginn eher ungewöhnlich. „Normalerweise wird es zuerst kalt und dann kommt der Schnee“, heißt es aus der Linzer Zentrale. Doch diesmal habe es Temperaturen um den Gefrierpunkt gegeben. Dazu sei gekommen, dass manche Bäume noch mit Laub bedeckt seien und auf den Blättern ebenfalls der Schnee hängen bleibe.

Mehr als 20 cm Schnee

Während der Zentralraum am Dienstag grün blieb, hatte es „Frau Holle“ mit dem Innviertel besonders gut gemeint. Hotspot war der Kobernaußerwald, wo etwa in St. Johann am Walde (Bezirk Braunau) mehr als 20 Zentimeter Schnee fielen. Im Inn- und Mühlviertel sowie im Hausruck waren es immerhin noch 5 bis 10 cm. Mit dem Schneefall sollte es heute bis zum Wochenende vorbei sein, weiß Meteorologe Wolfgang Traunmüller von Blue Sky Wetteranalysen. Allerdings wird es kälter. In der kommenden Nacht sollen die Temperaturen auf -5, stellenweise sogar auf -9 Grad fallen.

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