„Wir müssen auf der Hut bleiben“

Für makellosen Verstappen ist in Kanada keine WM-Vorentscheidung gefallen

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Mit seinem 26. Formel-1-Sieg überholte Max Verstappen in der ewigen Bestenliste nicht nur Niki Lauda, sondern baute auch noch den WM-Vorsprung auf seinen ausgeschiedenen Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez (46 Punkte Rückstand) und Ferrari-Kontrahent Charles Leclerc (49) aus.

„Wir müssen auf der Hut bleiben. Das Tempo von Ferrari zeigt, dass wir im WM-Kampf keinen Moment nachlassen können“, analysierte der 24-jährige Niederländer nach seinem sechsten Saisonsieg und dem Premierenerfolg beim Großen Preis von Kanada.

„War wirklich am Limit“

Vor allem das Duell mit dem Zweitplatzierten Carlos Sainz setzte Verstappen in Montreal zu. „Ich war wirklich am Limit, um Carlos hinter mir zu halten. Das war nervenaufreibend, aber ehrlich gesagt, hat das auch viel Spaß gemacht. Ein solches Rennen ist befriedigender als ein Sieg, der durch Reifen-Management, aber ohne Druck zustande kommt“, meinte der Titelverteidiger, der den 82. Grand-Prix-Sieg von Red Bull Racing — den sechsten in Folge — perfekt machte, wodurch der Traditionsrennstall Lotus überholt wurde.

„Ich muss schon sagen — einem solchen Druck standzuhalten, Hut ab. Max ist makellos gefahren, da war nicht ein einziger Fehler zu sehen“, zollte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko dem „fliegenden Holländer“ Respekt. Auch der einseitige Ausfall des Funks — die Kommandobrücke konnte den Fahrer nicht mehr hören — beeinträchtigte Verstappens Siegesfahrt nicht.

„Wir wussten nicht, ob er unsere Nachricht erhalten hatte, dass er etwas mehr Leistung freisetzen darf. Aber wenn der Funk nicht geht, hat das immerhin den Vorteil, dass wir keine Klagen hören“, schmunzelte Marko.

Schadensbegrenzung

Leclerc betrieb nach der Strafversetzung auf Startplatz 19 (neuer Motor) als Fünfter Schadensbegrenzung. Auch die 49 Punkte Rückstand sind für den Monegassen kein Problem.

„Klar kann ich das aufholen. Wenn wir die Standfestigkeit in den Griff bekommen, dann haben wir den Speed, um in der WM das Blatt zu wenden. Und wir wollen schon in Silverstone damit beginnen“, stellte der Ferrari-Pilot klar und ergänzte noch einen Seitenhieb an die Konkurrenz, wo Sergio Perez aufgrund eines Getriebeschadens aufgeben musste: „Denn offenbar ist niemand vor Ausfällen gefeit.“

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