„Wir müssen die gute Stimmung bei EU-Wahl in Stimmen umwandeln“

Johann Singer als OÖVP-Bezirkschef von Steyr-Land wiedergewählt

Ein klares Votum jenseits der 99 Prozent gab es für NR-Abg. Johann Singer und sein Parteivorstandsteam beim Bezirksparteitag der OÖVP Steyr-Land — dem nunmehrigen Heimatbezirk von LH Thomas Stelzer.
Ein klares Votum jenseits der 99 Prozent gab es für NR-Abg. Johann Singer und sein Parteivorstandsteam beim Bezirksparteitag der OÖVP Steyr-Land — dem nunmehrigen Heimatbezirk von LH Thomas Stelzer. © OÖVP

Oft ist von Auftritten auf der Polit-Bühne die Rede, doch kaum einmal trifft das so punktgenau zu wie auf den Bezirksparteitag der OÖVP Steyr-Land. Denn die hatte am Montagabend dafür als Veranstaltungsort das renovierte Stadttheater Bad Hall ausgewählt, um dort das Stück „Zusammen für Steyr-Land“ zum Besten zu geben. Die rund 250 schwarz-türkisen Delegierten hatten kein Problem, sich im plüschroten Gestühl niederzulassen, um, wie es OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer formulierte, einen „kleinen Landesparteitag“ mitzuverfolgen.

Denn: Steyr-Land ist auch der (Wahl-)Heimatbezirk von LH Thomas Stelzer, der damit als OÖVP-Landesparteiobmann und Delegierter in der „Bezirkskulturhauptstadt Bad Hall“ — so Bürgermeister Bernhard Ruf in seiner Grußadresse — gleich in einer Doppelrolle agieren konnte.

„Das Gemeinsame macht uns immer stark“

Nicht als Solist, sondern betont als Teamplayer präsentierte sich Bezirksparteiobmann Nationalratsabgeordneter Johann Singer, weil: „Das Gemeinsame macht uns immer stark.“ Seine Bewerbung zur Wiederwahl als Bezirksparteiobmann formulierte Singer so: „Zukunft ist nicht das, was uns jemand bietet, sondern was wir daraus machen.“ Und er würde gerne „mitgestalten und mithelfen, dass sich unser Bezirk weiterentwickelt“. Das wollte auch die überwiegende Mehrheit der Delegierten: Sie bestätigten den Abgeordneten und Bürgermeister von Schiedlberg mit 99,1 Prozent in der Funktion des Parteiobmannes.

„Wer nicht mobilisiert, der verliert“

An den Geist des Gemeinsamen appellierten auch LH Stelzer und LGF Hattmannsdorfer mit besonderem Blickwinkel auf die EU-Wahl. Dass die OÖVP in Umfragen derzeit so gut dastehe, „hat ganz viel mit euch zu tun“, so Stelzers Lob an die Funktionäre, „der Zusammenhalt ist unsere Stärke“. Und diese Stärke werde am 26. Mai gebraucht, um die OÖVP-Kandidatin für die EU-Wahl, NR-Abg. Angelika Winzig, auch tatsächlich in das EU-Parlament zu bringen.

„Wir müssen die gute Stimmung bei der EU-Wahl in Stimmen umwandeln“, ergänzte Hattmannsdorfer, um zu präzisieren, dass es 25.000 Vorzugsstimmen für Winzigs sicheren Einzug brauche. „Wer nicht mobilisiert, der verliert“, so der OÖVP-Geschäftsführer, deshalb gebe es für den 26. Mai zwei Herausforderungen: Man müsse die OÖVP-Mitglieder zur Wahl bringen und mit den Vorzugsstimmen Winzig eine Top-5-Platzierung unter den ÖVP-Kandidaten sichern. Gut für Österreich sei eine ÖVP-Stimme, gut für Oberösterreich die Vorzugsstimme für Winzig.

Die EU-Wahl, so unterstrich Landesparteiobmann Stelzer, sei „der Elchtest für unsere Stärke“. Der wiedergewählte Bezirksparteichef Singer warb kurz und prägnant für seine Abgeordneten-Kollegin: „Angelika ist die Richtige“ — sozusagen für die Bretter, die die europäische Welt bedeuten …

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