Wir sind die „Öster-Reicher“

Die Vermögensschere klafft dennoch immer weiter auf

Die Finanzvermögen der Österreicherinnen und Österreicher sind im Vorjahr um rund sieben Prozent auf knapp 800 Mrd. Euro gewachsen. Das zeigt die 20. Ausgabe des Global Wealth Report des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG).

Dabei ist das Finanzvermögen in Österreich stark auf wenige sehr wohlhabende Personen konzentriert, zeigt der Bericht. Ein Drittel des heimischen Vermögens wird von nur 320 Menschen gehalten, die jeweils über umgerechnet 90 Mio. Euro verfügen. Nur wenig mehr, 36 Prozent der Finanzvermögen, halten 7,2 Millionen Österreicher mit jeweils knapp 220.000 Euro.

Von 1999 bis 2019 haben sich die Vermögensverhältnisse in Österreich zugunsten der Reichen verschoben. Hielten ärmere Mitbürger vor 20 Jahren noch 43 Prozent der Finanzvermögen, so sind es jetzt nur mehr 36 Prozent, während der Anteil der Reichsten von 28 auf 33 Prozent gestiegen ist.

Die Österreicher haben nur ein Fünftel ihrer Finanzvermögen in Lebensversicherungen und Pensionsvorsorgen investiert, 41 Prozent des Privatvermögens sind Spareinlagen oder Bargeld.

Das weltweite Privatvermögen ist 2019 um fast zehn Prozent auf 200.000 Milliarden Euro gestiegen, fast die Hälfte davon besitzen Nordamerikaner.

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