„Wir sind Teil der Lösung“

Landwirtschaftskammer OÖ: Land- und Forstwirtschaft leisten zentralen Beitrag zum Klimaschutz

V. l.: Christian Krumphuber, LK OÖ-Präsidentin Langer-Weninger und Christian Rottensteiner
V. l.: Christian Krumphuber, LK OÖ-Präsidentin Langer-Weninger und Christian Rottensteiner © LK OÖ

„Der Landwirtschaft werden zehn Prozent (acht Mio. Tonnen) der österreichischen Treibhausgasemissionen angelastet. Dem gegenüber, und das wird oft vergessen, steht jedoch die fünffache Menge CO2, die über die Photosynthese gebunden wird“, betonte Landwirtschaftskammerpräsidentin Michaela Langer-Weninger am Freitag in einem Mediengespräch.

Außerdem produziere die Land- und Forstwirtschaft mit 47 Mio. Tonnen Sauerstoff den 17-fachen Sauerstoffbedarf der Österreicher zum Atmen. Die wahren Klimasünder fänden sich vielmehr im Verkehrsbereich, so die Präsidentin: „Wir selbst sind Teil der Lösung, aber in Anbetracht der Vorgehensweise der Luftfahrtindustrie und der Nachsichtigkeit der EU-Kommission diesbezüglich ist man schon sprachlos.“

Selbst will man vor allem im Ackerbau weitere Akzente setzen: Geänderte Maßnahmen in der Bodenbearbeitung – hier soll Wasser gespart und unproduktive Verdunstung verhindert werden – sowie gezielter Humusaufbau sollen helfen. Die negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung sollen damit etwas eingedämmt werden. Durch steigende Temperaturen bei gleichzeitig weniger werdenden Niederschlägen stehen jedoch für das Grünland dunkle Wolken am Horizont.

Was die Emissionen betrifft, so sind hier natürliche Grenzen gesetzt: Solange die Bauern produzieren, Tiere halten oder Pflanzenbau betreiben, wird es diese im gewissen Umfang geben, vorwiegend hervorgerufen durch die Verdauung von Wiederkäuern oder Düngung (Lachgas). Deswegen allerdings eine Reduktion des Tierbestands anzustreben, wäre nicht sinnvoll, wie Langer-Weninger ausführte: „Wir müssten dann mehr importieren, was auch wieder kontraproduktiv wäre. Der Griff im Supermarktregal zu heimischen Produkten ist daher immer noch der beste Klimaschutz.“

Ein Kubikmeter Holz bindet eine Tonne CO2

Eine besondere Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel rechnet man auch dem Wald zu, wie Forstwirtschaftsreferent Christian Rottensteiner sagte: „Man kann sagen, dass ein Kubikmeter Holz rund eine Tonne CO2 bindet.

Österreichs Wälder speichern rund 985 Millionen Tonnen Kohlenstoff bzw. 3,6 Mrd. Tonnen CO2-Äquivalente. Das ist mehr als das 40-fache des jährlichen CO2-Ausstoßes in Österreich von derzeit etwa 80 Millionen Tonnen.“ Eine weitere Ausweitung des Holzbaus sei daher anzuraten.

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