„Wir wollen, Ried muss punkten“

Fußball: Fünftes Zweitliga-Derby SV Ried gegen Blau Weiß Linz

Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Ob das heute Thomas Weissenböck (l.) oder Thomas Sageder ist?
Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Ob das heute Thomas Weissenböck (l.) oder Thomas Sageder ist? © Scharinger / picturedesk.com

Von Roland Korntner

Es ist ein junges Derby in der Geschichte des oberösterreichischen Fußballs. Erst zum fünften Mal in der Meisterschaft, jeweils in der Zweiten Liga, steigt heute (20.30 Uhr) ein Duell zwischen der SV Guntamatic Ried und dem FC Blau Weiß Linz. Für Spannung und Brisanz ist aber allemal gesorgt. „Wir wollen, Ried muss punkten“, bringt Blau-Weiß-Trainer Thomas Sageder die Ausgangsposition auf den Punkt. Für ihn es es aber nicht nur ob der lokalen Rivalität der beiden Klubs ein spezielles Match.

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Ein Duell unter Freunden

Für ihn ist es nämlich ein Duell mit Freunden. „Ich bin ja nach wie vor 200 Meter vom Stadion entfernt als Lehrer in der NMS Ried tätig“, grinst Sageder. Vor allem aber war er Co-Trainer bei der SV Ried (2013-15/unter Angerschmid, Glasner, Gludovatz und Kolvidsson) und kennt „außer ein paar neuen Spielern noch jeden im Klub“. Zudem agierte Sageder auch als Assistent von Thomas Weissenböck beim FC Blau-Weiß (20011-13), die Coaches sind befreundet. „Natürlich hätte ich es leichter, wenn wir gewinnen, wenn wir uns das nächste Mal treffen“, weiß Weissenböck. Mit dem angesprochenen Druck könne man jedenfalls umgehen. „Wir haben in jedem Spiel mehr Druck als Blau-Weiß, seit ich hier bin, sind wir immer mit dem Rücken zur Wand gestanden.“ Wissend, dass ein Heimsieg „sehr wichtig wäre, um an Tabellenführer Wattens dran zu bleiben.“ Dabei gilt es, nach fünf Spielen ohne Niederlage und ohne Gegentor, vor allem offensiv noch einen Gang zuzulegen. Genau das will „Spezi“ Sageder unterbinden: „Wenn es länger 0:0 steht, könnte Ried ungeduldig werden.“

Die Statistik spricht aber für die Hausherren, die bei zwei Auswärts-Remis beide bisherigen Heimspiele gegen Blau-Weiß gewinnen konnten.