„Wir zünden die nächste Stufe“

Bruckner Orchester Linz startet in der Spielzeit 2019/20 erstmals eigene Konzertreihe

Die kommende Spielzeit führt Markus Poschner auch in seinen Geburtsort München zurück.
Die kommende Spielzeit führt Markus Poschner auch in seinen Geburtsort München zurück. © Christian Herzenberger

„In der kommenden Spielzeit bricht für uns eine neue Zeitrechnung an. Wir zünden die nächste Stufe und vergrößern dabei die Klaviatur für unser Orchester.“ So beschreibt Chefdirigent Markus Poschner die Programmausrichtung des Bruckner Orchesters Linz (BOL) für die kommende Saison 2019/20, die gestern präsentiert wurde.

Neben den Tourplänen, die das Orchester in Stadt und Land im In- und Ausland führt, sticht in der neuen Spielzeit vor allem ein Novum hervor: Erstmals überhaupt startet man nämlich unter Markus Poschner eine eigene Konzertreihe. Am 26. Jänner 2020 widmet sich „Nulleins“ passenderweise dazu im Brucknerhaus Linz den ersten Sinfonien von Anton Bruckner. Die „Nullte“ und die „Erste“ stehen auf dem Programm, wobei anzumerken ist, dass die „Nullte“ eigentlich die „annullierte Zweite“ in der Chronologie seines Schaffens ist.

Eela Craigs „Rockmesse“ im Brucknerhaus Linz

Im zweiten Konzert der eigenen Reihe will man dann der Linzer Rockband Eela Craig, die genau vor 50 Jahren gegründet worden ist, ein Denkmal setzen. Ihre international gefeierte, avantgardistische Kraft gipfelte 1978 in der „Missa Universalis“. Diese streng liturgische Rockmesse mit Bruckner-Spuren wurde beim damaligen Brucknerfest uraufgeführt. Thomas Mandel schafft dabei für den Termin am 5. März nächsten Jahres im Brucknerhaus eine eigene Orchesterfassung des Stücks.

Im ersten Teil werden hierzu Mitglieder der Urband bei einigen Nummern sogar selbst mitwirken. Landeshauptmann Thomas Stelzer zeigte sich gestern aber auch abseits dieses Highlights vom Programm angetan: „Das Bruckner Orchester verbindet uns Menschen spielerisch, ob in unserem Kulturland oder wie in der kommenden Saison auf einer Tournee durch deutsche Städte. Gleichzeitig ist es mit dem Land verbunden, präsentiert sich den Leuten vor Ort und zeigt seine ungeheure Palette.“

Deutschland-Tour mit Martin Grubinger

Neben einer OÖ-Tour – am 30. September in der Basilika Maria Puchheim in Attnang-Puchheim, am 26. März in der Stadthalle Wels und, im Rahmen der OÖ. Stiftskonzerte, am 6. und 7. Juni sowie am 4. Juli 2020 im Stift St. Florian –, einer Gastspiel-Session in Salzburg (von 18. bis 20. Dezember im Großen Festspielhaus) und einer Deutschland-Tournee mit Schlagwerker Martin Grubinger im April 2020 (in Hannover, Wiesbaden, Ludwigsburg, Philharmonie Essen und Düsseldorf) kehrt Poschner dabei auch in seinen Geburtsort München zurück. Hier wird er mit dem Orchester im Prinzregententheater am 24. November zu sehen sein. Drei Termine im Musikverein Wien (30.11., 8.2., 23.6.20) runden das Angebot ab. Bei den Konzerten stehen allgemein alle Bruckner-Sinfonien, mit Ausnahme der 2., auf dem Spielplan. Gustav Mahler ist mit den Sinfonien 3, 5 und 10 zu hören. Hinzu kommt noch die Mitwirkung des BOL bei 13 Produktionen des Musiktheaters und die Musikwerkstatt „Move on“ für Kinder und Jugendliche.hu

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