„Wirf nix raus“ in nächster Runde

Hunderte Tonnen Müll landen jedes Jahr neben Straßen und auf Feldern

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400 Tonnen Müll – vom Zigarettenstummel über Verpackung bis zum Kühlschrank — fiel im Jahr 2018 neben Landstraßen an — 66 Kilogramm pro Kilometer.

Auf bzw. neben Autobahnen waren es 2019 laut Asfinag rund 1.300 Tonnen. Der Kampf gegen dieses sogenannte Littering — also das achtlose Wegwerfen von Müll in die Landschaft — passiert aktuell an mehreren „Fronten“.

Wie berichtet hat der Bauernbund kürzlich eine Schilderkampagne gestartet und auch die Aktion „Wirf nix raus – für sichere und saubere Straßen“ der OÖ Umwelt Profis wird reaktiviert.

Anfang Juni wurden von den Straßenmeistereien wieder Schilder und Transparente aufgestellt, auf denen Hase und Igel gegen die Vermüllung protestieren. Diese finden sich nun vor allem entlang von Straßen, an Kreisverkehren, Brücken und in Parks.

„Straßenränder sind nicht nur wegen der guten Sichtbarkeit der ideale Ort, sondern weil genau dort Littering ein großes Problem darstellt“, betont Kooperationspartner, Infrastruktur-LR Günther Steinkellner. Auch öffentliche Treffpunkte, Tankstellen und Take-Away-Restaurants seien etwa von Littering betroffene Brennpunkte.

Bewusstsein schaffen

„Wir wollen mit der Kampagne mehr Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, damit die Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur aufrechterhalten“, betont Roland Wohlmuth, Ortschef von Brunnenthal und Vorsitzender des Landesabfallverbandes, denn Littering ist nicht nur ein Problem für die Umwelt, sondern auch für die Verkehrssicherheit, für Haus- und Weidetiere, die den Müll fressen und nicht zuletzt für den Menschen, wenn das Plastik im Essen landet.

Bauern müssen zudem viel Zeit und Geld in die Reinigung ihrer Felder und Wiesen investieren, um nicht verunreinigtes Erntegut zu erhalten. Und auch bei den Straßenmeistereien schlägt sich das Müllaufsammeln zu ordentlich Buche, und zwar mit jährlich rund 1,5 Millionen Euro.

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