AK warnt vor teurem Weihnachtsgeschenke-Kauf auf Raten

Weihnachtseinkäufe auf Raten können teuer kommen © APA/dpa-Zentralbild/Monika Skolimowska

Mitten im Weihnachtsgeschäft warnt die Arbeiterkammer (AK) davor, Geschenke bei Versandhändlern auf Ratenzahlung zu kaufen. Denn der Teufel stecke im Detail: Unter bestimmten Bedingungen oder im Rahmen von Aktionen gebe es zwar die Möglichkeit für Null-Prozent-Finanzierungen, abseits davon können Teilzahlungen aber teuer werden. Die effektiven Zinsen können bei mehr als 20 Prozent liegen, schreibt die Kammer am Dienstag.

So liegt der Effektivzinssatz beim Universal Versand, beim Otto Versand oder bei Neckermann.at laut Angaben der AK bei 21,70 Prozent. Sind die Zinsen niedriger oder gar bei Null, steckten oft Sonderangebote mit bestimmten Konditionen dahinter: Bei Amazon würden die Null Prozent Zinsen nur für ausgewählte Produkte gelten, ansonsten liege der Zinssatz bei 12,05 Prozent, so die AK. Die Klarna Bank biete ebenfalls Null Prozent Zinsen an, aber nur bei einer Zahlung von drei Raten innerhalb von 60 Tagen. Auch bei Hornbach sei eine Null-Prozent-Finanzierung möglich, bei Laufzeiten von 12, 18 oder 24 Monaten. Bei alternativen Wunschlaufzeiten zwischen 12 und 60 Monaten gelte dagegen ein Zinssatz von 6,9 Prozent.

„Teilzahlungskredite zählen zu den teuersten Kreditformen“, so der AK-Konsumentenschützer Christian Prantner. Wichtig sei, immer auf das „Kleingedruckte“ zu achten, denn billige Finanzierungen ohne Zinsen seien meist an besondere Konditionen geknüpft. „Es klingt auch verlockend, wenn Versandhändler:innen etwa mit 1,65 Prozent pro Monat werben. Das schaut nach wenig aus, aber aufs Jahr umgerechnet kommt das sehr teuer.“

Die AK rät daher, genau auf den Effektivzinssatz und die Summe aller Ratenzahlungen zu schauen und auf teure Versicherungspakete zu achten. „Der Effektivzinssatz zeigt die tatsächliche Kostenbelastung“, so Prantner.

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