AUA-KV – Weiterhin Gespräche, aber keine Verhandlungen

AUA und Gewerkschaft geben sich weiterhin schweigsam © APA/dpa/Marcus Brandt

Im Ringen um den Kollektivvertrag für das Bordpersonal der Austrian Airlines (AUA) dringt weiterhin wenig nach außen. „Wir sind in Gesprächen auf unterschiedlichen Ebenen“, sagte eine AUA-Sprecherin am Freitag auf Anfrage zur APA. Von der Gewerkschaft vida hieß es quasi wortgleich: „Es finden Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen statt.“ Verhandelt werde aktuell aber nicht, auch für das Wochenende und die kommende Woche gebe es bisher keine konkreten Verhandlungstermine.

Bei einer Abstimmung unter den Mitgliedern der Gewerkschaft vida hatten sich zu Wochenbeginn 90 Prozent gegen das Letztangebot der AUA entschieden. Die Wahlbeteiligung lag bei 88 Prozent, rund 60 Prozent des Bordpersonals sind Mitglied der vida. Die Arbeitgeberseite hatte zuvor kritisiert, die Abstimmung sei intransparent und spiegle nur einen Teil der Belegschaft wider.

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Das Angebot der Lufthansa-Tochter für die 3.500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie Pilotinnen und Piloten liegt bei 18 Prozent mehr Gehalt, der vormals variable Teil von 4 Prozent werde nunmehr garantiert, teilte die Fluggesellschaft zuletzt mit. Die Laufzeit betrage 2 Jahre und 10 Monate. Konkret biete die AUA rückwirkend ab 1. März 2024 ein Gehaltsplus von 8 Prozent und weitere 5 Prozent jeweils ab Jänner 2025 und Jänner 2026 für das Bordpersonal.

Die Verhandlungen für einen neuen AUA-Bordpersonal-KV ziehen sich bereits seit Wochen hin. Ein Streik sowie mehrere Betriebsversammlungen führten heuer im Frühjahr bereits zu Hunderten Flugausfällen und einem Millionenschaden für die Airline.

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