Bei Zahlungsproblemen werden Strom und Gas nicht abgedreht

Energieversorger wollen im Winter finanzschwachen Haushalten helfen

Stromkunden mit Zahlungsverzug müssen im Winterhalbjahr keine Angst haben, dass die Energielieferanten den Stecker ziehen. Auch das Gas wird nicht abgedreht.

Wer seine Energierechnungen nicht bezahlen kann, muss im kommenden Winter nicht befürchten, dass ihm der Strom oder das Gas abgedreht wird.

Angesichts nach wie vor hoher Energiepreise bieten die heimischen Strom-, Gas- und Fernwärmeversorger finanzschwachen Haushalten Ratenzahlungen an und verzichten in der Zeit von 1. Dezember bis 31. März auf Energieabschaltungen aufgrund von Zahlungsverzug.

Die Verrechnung von Zinsen bei Ratenzahlungen von Haushaltskunden werde in dieser Zeit ausgesetzt, gaben der Fachverband Gas Wärme und Oesterreichs Energie bekannt. Zudem bieten die Energieversorger individuelle Ratenzahlungsvereinbarungen an.

„Wir sehen, dass die Teuerung und die gestiegenen Energiepreise insbesondere einkommensschwache Haushalte vor Herausforderungen stellen. Um unsere Kundinnen und Kunden sicher durch die kommenden Monate zu bringen, werden auch die Unternehmen der E-Wirtschaft ihren Beitrag leisten“, so Verbund-Chef Michael Strugl in seiner Funktion als Präsident der Vereinigung „Oesterreichs Energie“.

Strugl verweist auch auf einen eigenen Hilfsfonds für Kunden seines Unternehmens, der mit zehn Millionen Euro dotiert sei. Allerdings würden Menschen, die ihre Stromrechnung nicht bezahlen können, oft nicht nach Hilfe fragen, so der Verbund-Chef. „Melden Sie sich bei den Unternehmen, auch bei den Sozialeinrichtungen“, appelliert Strugl auch in seiner Rolle als oberster Branchenvertreter.

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