Bier dürfte beim Wirt spürbar teurer werden

Brau Union soll Preise in der Gastronomie um 3,7 Prozent erhöhen – Aus für Steuererleichterungen nächster Preistreiber

Das kühle Blonde an der Bar dürfte bald spürbar teurer werden. Zulieferer erhöhen die Preise, dazu könnte die Mehrwertsteuersenkung als Corona-Maßnahme bald fallen.
Das kühle Blonde an der Bar dürfte bald spürbar teurer werden. Zulieferer erhöhen die Preise, dazu könnte die Mehrwertsteuersenkung als Corona-Maßnahme bald fallen. © master1305 - stock.adobe.com

In einer ohnehin coronabedingt schon nicht leichten Zeit für Gastronomen und deren Gäste kommt nun der nächste Nackenschlag. Bier dürfte bald empfindlich teurer werden.

Rund 3,7 Prozent verlangt die Brau Union künftig mehr für ihre Gerstensäfte heißt es aus der Gastronomie. Dazu droht das Auslaufen der Mehrwertsteuererleichterungen als Corona-Maßnahme mit Jahresende.

Das würden die Wirte dann nicht mehr alleine tragen können, es könnte zu massiven Preiserhöhungen kommen, warnt Oberösterreichs Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger im VOLKSBLATT-Gespräch vor einer unangenehmen Kostenwahrheit beim Bierausschank.

„Preiserhöhung moderat“

Bei der Brau Union wollte man vorerst keine konkreten Zahlen nennen. In einer ersten Reaktion hatte man auf Anfrage von einer „moderaten“ Preiserhöhung gesprochen. Als man noch Zahlen kommunizierte betrug die jährliche Preissteigerung 2,5 (2019) bzw. 3 (2018) Prozent.

Angesichts höherer Inflationsrate und steigender Energiekosten dürften die 3,7 Prozent also durchaus ins Bild passen. Eine entsprechende Preisanpassung dürfte wohl auch in den Supermarktregalen in gleicher Höhe Niederschlag finden. In der Vergangenheit trat die Preiserhöhung mit 1. Dezember in Kraft.

Steuererleichterung fällt

Was an der Ausschank noch aufs Gemüt schlagen dürfte: Noch wird verhandelt, allerdings fällt nach aktuellem Stand mit Jahresende die als Corona-Hilfsmaßnahme eingeführte Mehrwertsteuersenkung in Gastronomie von 10 auf 5 Prozent weg. Dies würde sich mit kommendem Jahr auch beim Kunden bemerkbar machen, gibt Mayr-Stockinger zu bedenken. Schon die aktuellen verschärften Corona-Maßnahmen würden die Wirte wieder deutlich spüren, erklärt er am zweiten Tag der neuen Regelungen.

Wenig Weihnachtsfeiern

Teureres Bier ist aktuell allerdings nicht das einzige Probleme der Wirte. Bald sollte eigentlich die Saison der Weihnachtsfeiern starten, doch ausgelassene Zusammenkünfte werden derzeit eher gemieden, trotz Möglichkeit mit 2G-Beschränkung. „Einige verlegen die Feier dann einfach in die Firmenräumlichkeiten“, berichtet Mayr-Stockinger.

Von Christoph Steiner

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