Busunternehmen als Steuersünder

Reisebusse aus EU-Drittstaaten kontrolliert – Millionen-Nachzahlung fällig

Bei der Schwerpunktaktion wurden teilweise gravierende Verstöße festgestellt.
Bei der Schwerpunktaktion wurden teilweise gravierende Verstöße festgestellt. © Oleksandr - stock.adobe.com

Erfolgreich verlief eine Schwerpunktaktion der Finanzbehörden von 10. auf 11. September auf der A 10 Tauernautobahn. Sie nahmen dabei Reisebusunternehmen aus Nicht-EU-Ländern ins Visier.

Das Resultat: In Summe müssen 1,8 Mio. Euro an Steuern nachgezahlt werden. In Österreich sind für Personenbeförderung mit Reisebussen im Linienverkehr 10 Prozent Umsatzsteuer fällig. Darum scherten sich die aufgeflogenen Unternehmen allerdings wenig.

Von fünf angehaltenen Reisebusunternehmen aus Bosnien und Herzegowina, Albanien und dem Kosovo hätten drei die Steuer nicht abgeführt. Eines hatte dem Ministerium zufolge bereits vor fünf Jahren Betriebsaufgabe gemeldet und war seither als „steuerliches U-Boot“ in Österreich unterwegs.

Ein weiteres Unternehmen, das seit mindestens zehn Jahren zwischen Bosnien und Österreich unterwegs sei, hatte sich noch nie bei der Finanzverwaltung registriert. Nun wurden Finanzstrafverfahren eingeleitet. Es drohen empfindliche Strafen.

Bei der behördenübergreifenden Kontrolle wurden nicht nur Konzessionen, Preislisten und Belege der Reiseunternehmen überprüft, es wurden auch die Reisebusse und das Reisegepäck von insgesamt 206 Passagieren mit Hilfe eines Tabak- bzw. Drogenspürhundes durchsucht. Hier wurde man in eher geringem Ausmaß fündig.

„An dem ämter- und behördenübergreifenden Einsatz wirkten das Finanzamt, das Zollamt, das Amt für Betrugsbekämpfung, die Landesverkehrsabteilung Salzburg und die Landespolizeidirektion Kärnten mit“, so Finanzminister Magnus Brunner.

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