Dubai liefert Hedgefonds-Händler in großem Cum-Ex-Fall aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen verdächtigen Hedgefonds-Händler in einem milliardenschweren Fall von Steuerhinterziehung an Dänemark ausgeliefert.

Der britische Staatsbürger Sanjay Shah sei an Vertreter dänischen Behörden übergeben worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur der Emirate am Mittwoch. Shahs Anwalt sagte in einem TV-Interview, dass sein Mandant im Laufe des Tages in Dänemark eintreffen werde.

Der Brite war vergangenes Jahr in Dubai verhaftet worden. Dänische Behörden werfen ihm vor, mit Hilfe von Cum-Ex-Geschäften 1,8 Milliarden Dollar (1,7 Mrd. Euro) an Steuern hinterzogen zu haben.

Dabei lassen sich Anleger einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe von Banken mehrfach erstatten. Dazu verschieben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit („Cum“) und ohne („Ex“) Dividendenanspruch. Shah hat die Vorwürfe der dänischen Behörden stets zurückgewiesen.

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