Führungskräfte tauschen Vorstandsbüro mit dem Klassenzimmer

Beatrix Praeceptor besuchte an der MS 5 in Wels die Klasse von TFA-Fellow Jonathan Grasberger.
Beatrix Praeceptor besuchte an der MS 5 in Wels die Klasse von TFA-Fellow Jonathan Grasberger. © Teach for Austria

Was haben Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, Beatrix Praeceptor, Wolfgang Wurm und Andreas Zeller gemeinsam? Nun; sie sind alle bei namhaften Unternehmen im Vorstand. Engelbrechtsmüller-Strauß ist CEO von Fronius, Praeceptor CEO von Greiner Packaging, Wurm im Vorstand der Porsche Holding und Zeller CSO von Rosenbauer.

Sie sind aber auch bei der Initiative Teach for Austria engagiert. Die Teach-for-Austria-Woche findet dabei heuer bis 8. März zum zehnten Mal statt. Während dieser unterrichten circa 50 Top-Führungskräfte an 30 sozial hoch belasteten Mittel- und Polytechnischen Schulen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. In Oberösterreich findet dies in acht Klassen an fünf Schulen statt.

Begeisterung für Künstliche Intelligenz wecken

Dieses Jahr motivieren, inspirieren und begeistern die Managerinnen und Manager Schülerinnen und Schüler zum Thema Künstliche Intelligenz. Das Ziel ist, gerade marginalisierte Jugendliche auf morgen vorzubereiten, eine Brücke zwischen den Welten Schule und Wirtschaft zu bauen und dabei miteinander und voneinander zu lernen.

Beatrix Praeceptor besuchte Ende Februar an der MS 5 in Wels die Klasse von TFA-Fellow Jonathan Grasberger. Die CEO von Greiner Packaging schlüpfte erstmals in die Rolle der Lehrkraft und hielt eine strukturierte, lebendige Stunde.

Dabei konnten die Kinder anhand einer App und mitgebrachter Kunststoff-Behälter erfahren, wie uns Künstliche Intelligenz helfen kann, Kunststoffe richtig zu trennen.

„Mir ist dieser Schulbesuch sehr wichtig, weil ich überzeugt bin, dass man die Talente von morgen fördern und ihnen Perspektiven aufzeigen muss“, so Praeceptor, die ganz bewusst als weibliches Role-Model auftrat.

Während der Schulstunde nutzten die Schüler die Gelegenheit und stellten viele Fragen zur Kreislaufwirtschaft und den Jobchancen in der Kunststoffindustrie. Auch im Anschluss an die Stunde stand Beatrix Praeceptor noch Rede und Antwort. Diese Gelegenheit ergriffen vor allem die Mädchen, um noch weitere Fragen zu stellen – mit dem Fazit und Kompliment: „Sie sind ja richtig nett und nicht so, wie man sich einen Chef vorstellt.“

Von Oliver Koch

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