Griechische Bauern wollen Athen mit Traktoren lahmlegen

++ THEMENBILD ++ Treibstoff, Düngemittel und Strom zu teuer © APA/AFP/ANGELOS TZORTZINIS

Tausende Landwirte aus ganz Griechenland wollen am Dienstag in Athen protestieren und das Zentrum der Hauptstadt mit Traktoren lahmlegen. Die geplante Demonstration ist der Höhepunkt einer bereits seit Wochen andauernden Protestphase; bisher wurden etwa stundenweise wichtige Autobahnen des Landes blockiert. Die Bauernverbände fordern unter anderem niedrigere Treibstoff- und Düngemittelpreise und geringere Stromkosten.

Die Mobilisierung habe bereits begonnen, Traktoren aus weiter entfernten Teilen des Landes seien schon auf dem Weg, berichteten griechische Medien am Montag. Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis habe ursprünglich nur 120 von der Polizei begleitete Traktoren in die Stadt lassen wollen. Da die Bauernproteste in anderen EU-Ländern jedoch nicht auf diese Weise eingeschränkt worden seien, habe man sich auch in Athen gegen solche Maßnahmen entschieden, schrieb die Zeitung „Kathimerini“.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der sich bereits vergangene Woche mit Vertretern der Landwirte getroffen, aber nicht geeinigt hatte, schrieb am Sonntag auf Facebook, man stehe fest an der Seite der Bauern und habe schon Zugeständnisse in den Bereichen Energiekosten und Steuerlast gemacht. Allerdings müsse auch die Finanzkraft des Landes berücksichtigt werden.

Es wird damit gerechnet, dass sich am Dienstag viele andere Verbände, politische Gruppen und Gewerkschaften den Protesten der Bauern anschließen. Umfragen zufolge haben rund 70 Prozent der Menschen in Griechenland Verständnis für die Demonstrationen der Landwirte.

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