Grundeigentümer im Mühlviertel wollen Gas- und 110-kv-Leitung gekoppelt

Überlegungen zur Kopplung von Strom- und Gasleitung in Oberösterreich © APA/dpa Symbolbild/Jan Woitas

Zwei große Infrastrukturprojekte im Mühlviertel könnten gekoppelt werden. Da zwischen Oberkappel und Vorderweißenbach ohnehin eine Gas-Pipeline gebaut werden soll, verlangen betroffene Grundeigentümer und Gemeinden, dass parallel dazu eine derzeit als Freileitung geplante 110-kv-Leitung auch unter die Erde verlegt wird.

Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) will eine gemeinsame Trassierung prüfen lassen. Laut nachrichten.at haben vergangene Woche 12 Grundeigentümer, über deren Boden sowohl die Gas- als auch die Stromleitung laufen sollen, der Verbund-Tochter Gas Connect, die die Pipeline plant und errichtet, mitgeteilt, sie würden dem Bau der Gasleitung nur zustimmen, wenn parallel dazu auch die Hochspannungsleitung als Erdkabel ausgeführt wird. Bisher war die Energie AG immer für die Freileitung eingetreten.

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Einigt man sich in der Causa, könnte das die Projekte erheblich beschleunigen, weil Einsprüche wegfallen.

Und Zeit ist in beiden Fällen ein entscheidender Faktor – bei der Gas-Pipeline geht es um die Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Gas, bei der Stromleitung um den dringend nötigen Netzausbau. Mit einem Ergebnis der Prüfung sei noch im Mai zu rechnen, so Achleitner.

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