Heinzel investiert 400 Mio. in OÖ

Nachhaltigkeit nun im Fokus der Papierwerke Laakirchen und Steyrermühl

Thomas Welt, Chef der Papierfabrik in Laakirchen, vor der riesigen Papiermaschine PM11 im Werk.
Thomas Welt, Chef der Papierfabrik in Laakirchen, vor der riesigen Papiermaschine PM11 im Werk. © vo/Leitner

Die Heinzel Group will die Papierherstellung in Laakirchen und Steyrermühl (gehört ab Jahresbeginn 2024 zu Heinzel) zu einem Zentrum für nachhaltige Verpackungspapiere, erneuerbare Energie und Holzverarbeitung machen.

Dafür seien Investitionen von 400 Mio. Euro geplant, hieß es in den Unterlagen zu einer Pressekonferenz am Mittwoch. „Wir beabsichtigen, unsere fossilen CO2-Emissionen bis 2030 um über 40 Prozent zu reduzieren“, so Heinzel-Chef Sebastian Heinzel.

Schon heute werden in Steyrermühl Rinde, Holz- und Sägereste sowie Papier- und Faserreste in einem Wertstoffkraftwerk zu Wärmeenergie verwertet.

„Weitere klare Schritte“

Auch erneuerbare Energiequellen wie Wasserkraft, Biogas und Photovoltaik werden genutzt und ausgebaut. Es seien „weitere, klare Schritte notwendig“, um die Wende zu einer nachhaltigen, energieeffizienten Papierproduktion in naher Zukunft zu schaffen, so Thomas Welt, GF der Laakirchen Papier (LP) AG. Papiermaschinen in beiden Werken sollen auf die Produktion nachhaltiger Verpackungspapiere umgebaut werden.

Denn die Nachfrage nach grafischen Papieren – für Zeitungen, Magazine – gehe global zurück, jene für Verpackungspapiere wachse. Man sichere damit die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Papierproduktion und die Zukunft der rund 800 Mitarbeiter langfristig ab, sagt LP AG-Finanzchef Franz Baldauf.

Die Heinzel Group produziert an vier Standorten in Europa Marktzellstoff, Verpackungspapiere sowie Magazinpapiere und handelt weltweit mit Zellstoff, Papier, Altpapier und Verpackungslösungen. 2022 wurde ein Umsatz von 2,77 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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