Nachhaltigkeit ist längst in der Finanzwelt angekommen

Gesamtvolumen in Österreich bereits bei knapp 70 Milliarden Euro – Kepler-KAG managt davon rund 18 Milliarden Euro

Trotz Herausforderungen (Inflation, schwache Konjunktur und volatile Börsen) bleiben nachhaltige Geldanlagen in Österreich beliebt. Bis Ende 2022 erreichte das Volumen nachhaltiger Geldanlagen 67,3 Milliarden Euro. Tendenz: weiterhin stark steigend.

Das Unternehmen Kepler-Fonds KAG, eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen Landesbank, hat den Trend zu nachhaltigen Investments schon vor langem erkannt und managt bereits seit dem Jahr 2000 Portfolios, die soziale und ökologische Kriterien beachten.

Diese Pionierarbeit trage enorme Früchte, heißt es gegenüber dem VOLKSBLATT. Das würden die starken Absatzzahlen des Kepler-ESG-Portfolios zeigen. So verwaltet Kepler rund 18 Milliarden Euro an Kundengeldern. Rund acht Milliarden Euro davon entfallen auf nachhaltige Portfolios.

Dieses ESG-Volumen ist aufgeteilt auf 4,8 Milliarden Euro in Publikumsfonds für Retail-Kunden und 3,2 Milliarden Euro in ESG-Portfolios für institutionelle Kunden.

Strenge Kriterien

Institutionelle Investoren und Privatanleger investieren dabei in Konzepte, die den strengen Anlagerichtlinien der österreichischen und deutschen Bischofskonferenz gerecht werden. Zudem seien international geltende Qualitätssiegel — dazu zählen beispielsweise das Österreichisches Umweltzeichen oder das FNG-Siegel — Garant für die nachhaltige Expertise bei Kepler.

Nichtsdestoweniger sehe man nun auf europäischer Ebene eine Konsolidierungsphase in Bezug auf die Volumina. „Das ist in Österreich aber noch nicht der Fall“, sagt Florian Hauer, ESG-Verantwortlicher bei Kepler-Fonds KAG, gegenüber dem VOLKSBLATT.

Nachhaltige Investments seien „Mainstream geworden“ und haben sich „auf einem hohen Niveau eingependelt“. Und wie ist das mit der Rendite? Nun: Langfristig, das zeigen laut Hauer viele Studien, seien die Renditen ähnlich hoch wie bei „klassischen“ Veranlagungen.

Von Oliver Koch

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