Oberösterreich ist „Kompaktklasse für den familiären Winterurlaub“

Nach bester Sommersaison sind Touristiker auch für Winter optimistisch

Optimistisches Quartett in Sachen Wintertourismus (v. l.): Bergbahnen-Vorstandsdirektor Helmut Holzinger, Fischer-Chef Franz Föttinger, Landesrat Markus Achleitner und Tourismus-Geschäfsführer An- dreas Winkelhofer. Für Achleitner steht außer Zweifel: „Der Tourismus ist in lichten Höhen unterwegs“.
Optimistisches Quartett in Sachen Wintertourismus (v. l.): Bergbahnen-Vorstandsdirektor Helmut Holzinger, Fischer-Chef Franz Föttinger, Landesrat Markus Achleitner und Tourismus-Geschäfsführer An- dreas Winkelhofer. Für Achleitner steht außer Zweifel: „Der Tourismus ist in lichten Höhen unterwegs“. © Land OÖ/Kauder

Mit demonstrativ zur Schau getragenem Optimismus warten die oberösterreichischen Touristiker auf den Start der Wintersaison. Zum einen zeigen sich die Bergspitzen schon weiß, zum anderen schöpft man viel Hoffnung aus der Tourismusentwicklung im letzten Jahr.

So hat Oberösterreich laut Tourismus-Landesrat Markus Achleitner nicht nur die beste Sommersaison aller Zeiten mit 1,84 Millionen Ankünften und 4,9 Millionen Nächtigungen hinter sich, sondern blickt auch auf den zweitbesten Winter zurück. „Das Comeback des Winters ist fulminant verlaufen“, so Achleitner unter Verweis darauf, dass 1,14 Millionen Gäste für 3,07 Millionen Nächtigungen sorgten.

Vorverkauf läuft gut

Helmut Holzinger, Chef der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen und Obmann der WKO-Fachgruppe Seilbahnen, schöpft seinen Optimismus aus der Tatsache, dass es beim Vorverkauf der Saisonkarten für Höss und Wurzer- alm im Oktobervergleich keinen Rückgang gegeben habe — 10.000 seien es bereits. Auch Franz Föttinger, Chef der Fischer Sports GmbH, hat „kurzfristig keine Sorge, dass uns der Winter abhanden kommt“.

Sichern soll den Erfolg im Wintertourismus die Positionierung. „Oberösterreich mit seiner schnellen Erreichbarkeit, seiner herzlichen Gastfreundschaft und den familienfreundlichen Angeboten ist die Kompaktklasse für den familiären Winterurlaub“, so der Landesrat. Damit der Tourismus die Erwartung als „Zukunftsbranche“ — so Achleitner — erfüllen kann, setzt man im Winter nicht zuletzt auf die Jugend.

Schulskikurse seien eine Gelegenheit, Kinder und Jugendliche mit dem Wintersport vertraut zu machen, unterstreicht OÖ-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Winkelhofer. Die geförderten Liftkarten für Skikursteilnehmer — 12.000 waren es zuletzt in Oberösterreich — freuen auch Fischer-CEO Föttinger, es sollte aber „eines Tages der Nachwuchs in ganz Österreich die Möglichkeit bekommen, gratis Skizufahren, so wie dies auch für viele andere Sportarten möglich ist“.

Start Anfang Dezember

Gestartet wird auf der Wurzeralm, am Hochficht, Kasberg und Dachstein West ab 8. Dezember, in Hinterstoder bereits am 1. Dezember, mit Wochenendbetrieb ab dem 18. November, ein Wochenende später folgt die Wurzer- alm. Am Feuerkogel geht es ab 16. und in der Freesports Arena Dachstein Krippenstein ab 23. Dezember los.

Die Ticketpreise seien um durchschnittlich 7,5 Prozent gestiegen, online könne man drei Euro sparen. Damit koste das Tagesticket in Hinterstoder 56 Euro und auf der Wurzeralm 53 Euro, so Bergbahnen-Vorstandsdirektor Holzinger. Der aber auch betont, dass in kleineren Skigebieten Tageskarten bereits ab 20 bis 22 Euro erhältlich seien.

Im Verbund Ski amadé steigen die Preise um Schnitt um 8,5 Prozent, die Tageskartenpreise variieren zwischen 64 und 72,50 Euro. Die Wintersaisonkarte für Erwachsene kostet im Vorverkauf 770 Euro, Saisonkarten für Tourengehen kosten 265 Euro.

Von Markus Ebert

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