Tesla verklagt schwedisches Logistikunternehmen wegen Streiks

Der Elektroautobauer Tesla hat Klage gegen das schwedische Logistikunternehmen Postnord eingereicht, weil dessen Mitarbeiter dem Autokonzern keine Nummernschilder mehr zustellen.

Das zuständige Amtsgericht Solna teilte am Dienstag mit, dass das Postunternehmen nun drei Tage Zeit habe, Stellung zu nehmen. Erst danach könne die Klage geprüft werden. Hintergrund für die Auseinandersetzung ist ein seit Wochen andauernder Streik in den schwedischen Tesla-Werkstätten.

Die Gewerkschaft IF Metall fordert von Tesla einen Tarifvertrag für ihre Mitglieder, was der US-Autobauer ablehnt. Deshalb streiken seit Ende Oktober die Mitarbeiter in den schwedischen Tesla-Werkstätten.

Seitdem haben sich weitere Berufsgruppen dem Streik aus Solidarität angeschlossen, unter anderem Spediteure, Hafenarbeiter und eben Postboten. Darum gehen Tesla jetzt die Nummernschilder aus.

Der Autohersteller hatte am Montag auch eine Klage gegen die schwedische Transportbehörde eingereicht, weil sie laut Tesla ihrer Aufgabe nicht nachkomme, Nummernschilder bereitzustellen. Das wiederum ist allein auf den Streik von Postnord zurückzuführen.

Das zuständige Amtsgericht in Norrköping entschied am Montag, dass die Behörde zur Herausgabe der Nummernschilder verpflichtet sei. Die Zulassungsbehörde versucht derzeit, dafür eine Lösung zu finden. Die schwedische Nachrichtenagentur TT zitierte am Dienstag einen zuständigen Richter, nach dessen Worten es mehrere Wochen dauern könne, bis eine endgültige Entscheidung im Streit um die Nummernschilder getroffen sei.

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