Trauner Start-up Viita Watches für Luxus-Smartwatches zahlungsunfähig

Der oberösterreichische Smartwatch-Hersteller Viita Watches GmbH mit Sitz in Traun (Bezirk Linz-Land) ist zahlungsunfähig. Über das Start-up ist am Mittwoch am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, informierte der Kreditschutzverband KSV1870.

16 Dienstnehmer und 30 Gläubiger seien betroffen. Die Passiva belaufen sich auf 5,5 Mio. Euro. Die Höhe der Aktiva war vorerst unbekannt.

Das 2017 gegründete Unternehmen produziert Smartwatches im Premiumbereich. Laut dem Insolvenzantrag war man im Geschäftsjahr 2022/23 nicht überschuldet, musste im folgenden Geschäftsjahr aber erhebliche Verluste hinnehmen.

Grund dafür seien Änderungen im Anzeige- und Suchalgorithmus bei Facebooks Mutterkonzern Meta gewesen, wodurch man das Zielpublikum nur mehr eingeschränkt erreichen konnte, entnimmt der KSV1870 aus dem Antrag.

Weitere Ursachen seien ein im Jahr 2022 beantragter, aber noch nicht erhaltener Verlustausgleich von 340.000 Euro bei der Covid-19-Finanzierungsagentur (Cofag) sowie die plötzliche Übermittlung eines Rückstandsausweises der ÖGK inklusive eines anschließenden Insolvenzantrages der Gesundheitskasse, heißt es weiter.

Im Zuge der Sanierung werde den Gläubigern ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten. Dessen Finanzierung soll über die Fortführung des Unternehmens erreicht werden.

Inzwischen sei es gelungen, die Uhren auf der Verkaufsseite von Bugatti zu vertreiben, wodurch man sich in den nächsten Monaten erhebliche Zugewinne erwarte. Zudem habe das eigene Warenlager einen Wert von über 1,5 Mio. Euro, führt Viita Watches im Insolvenzantrag an.

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