Wifo-Chef sieht Stabilisierung, aber keinen Turnaround bei Konjunktur

Felbermayr: Mögliche Risiken durch Immo-Abschwung und Ukraine-Krieg

Der Wifo-Chef sieht die deutschen Budgetturbulenzen wegen des BVerfG-Urteils zum Klimafonds als Problem für Österreich.
Der Wifo-Chef sieht die deutschen Budgetturbulenzen wegen des BVerfG-Urteils zum Klimafonds als Problem für Österreich. © APA/Fohringer

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr ortet eine Konjunktur-Stabilisierung in Österreich. „Wir sehen eine Bodenbildung, aber noch nicht den Turnaround“, sagte Felbermayr gestern. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) erwartet laut Oktober-Prognose für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,8 und 2024 ein Plus von 1,2 Prozent.

„Es bleibt fragil“

„Es bleibt sehr fragil, die Risiken für den Aufschwung sind da.“ Der Aufschwung soll 2024 von einem erstarkten Konsum angetrieben werden, weil die Reallöhne steigen. Das Wifo geht in seiner Konjunkturprognose von KV-Erhöhungen in Höhe der rollierenden Inflation aus. Erwartet wird ein stabiler Arbeitsmarkt, aber ein weiteres schwieriges Jahr für Österreichs Industrie. Die Weltwirtschaft soll 2024 ein unterdurchschnittliches Wachstum verzeichnen. Mögliche Konjunkturrisiken sind laut Felbermayr eine wirtschaftliche Destabilisierung durch den Immobilienabschwung in Europa sowie etwaige Ausweitungen des Ukraine- und Gaza-Kriegs. Auch die Budgetturbulenzen in Deutschland aufgrund des Urteils des Verfassungsgerichts (BVerfG) zum Klimafonds seien ein Problem für Österreich, weil es nun beim größten Handelspartner eine Haushaltssperre gebe. „Die vorsichtige optimistische Aussicht 2024 steht unter großer Unsicherheit“.

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