Wifo sieht markante Rezession in der Bauwirtschaft

Die Lage am Bau ist trist © APA/dpa/Marijan Murat

Die Wirtschaftsleistung in Österreich ist im 3. Quartal in allen Bundesländern geschrumpft – am stärksten in Kärnten, am wenigsten in Salzburg. Besonders stark betroffen ist die Bauwirtschaft, schreibt das Wifo in seinem regionalen Konjunkturbericht. Auch für das Gesamtjahr 2023 sei „eine markante Rezession in der österreichischen Bauwirtschaft praktisch unausweichlich“, sagen die Wifo-Ökonomen.

Insbesondere in der Sachgütererzeugung gab es in fast allen Bundesländern deutliche Rückgänge, während der Tourismus in Wien und Niederösterreich weiterhin von Nachholeffekten profitiert. Im 3. Quartal 2023 ist der nominelle abgesetzte Produktionswert laut Konjunkturerhebung in Österreich neuerlich um 4,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode gesunken. Alle Bundesländer haben negative Wachstumsraten, wobei die Bandbreite zwischen -9,6 Prozent in Kärnten und -0,3 Prozent in Salzburg liegt.

Die Baukonjunktur hat sich nach bereits spürbaren Einbußen im 1. Halbjahr 2023 mit einem Rückgang der Bauinvestitionen um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter eingetrübt. Eine „markante Rezession“ in der Bauwirtschaft im Gesamtjahr 2023 sei „praktisch unausweichlich“, heißt es in dem Bericht. Die touristische Nachfrage sei hingegen „robust“.

Die angespannte Konjunkturlage spiegelt sich auch in den Daten zu den regionalen Arbeitsmärkten wider. Die Wachstumsrate der unselbstständig aktiven Beschäftigung schwächte sich im Jahresverlauf sukzessive ab, lag aber im 4. Quartal noch bei +0,7 Prozent (+1,2 Prozent im Gesamtjahr 2023). Die stärksten Wachstumsimpulse gingen im 4. Quartal von den öffentlichen Dienstleistungen aus. Unter den Bundesländern verzeichnete Wien – wie bereits seit dem 2. Quartal 2023 – das stärkste Wachstum der unselbstständig Beschäftigten (+1,4 Prozent). Auch in Tirol und Salzburg waren die Zuwachsraten überdurchschnittlich.

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