Wirtschaftsbund: Entlastung, Bürokratieabbau und Fachkräfte

Hat Regierungsprogramm mitgestaltet und sieht sich für WK-Wahl bereit

Setzen sich für eine positive Zukunft des Wirtschaftsstandorts ein: WB-Landesobfrau Hummer und WB-Direktor Greil
Setzen sich für eine positive Zukunft des Wirtschaftsstandorts ein: WB-Landesobfrau Hummer und WB-Direktor Greil © WB/Strobl

Zufrieden mit den Wirtschaftsvorhaben der neuen Bundesregierung zeigte sich gestern WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, die das Programm auch mitverhandelt hat.

Grundsätzlich setze man ein drei wichtige Säulen: Entlastung, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung, betonte sie. Wichtig sei dabei, dass sowohl Einpersonenunternehmen, KMUs aber auch Leitbetrieb von den Maßnahmen profitieren. „Wirtschaft ist unteilbar“, stellte die Präsidentin klar, dass Entlastungen für alle spürbar werden müssen.

Es geht ans Umsetzen

Es gehe nun darum, die im Regierungsprogramm festgeschriebenen Verbesserungen auch umzusetzen. So setzt sie etwa beim Bürokratieabbau auf die Verwirklichung des „Once-Only-Prinzips“ für Unternehmen. Dadurch sollen Datenmeldungen zwischen Firmen und Verwaltung deutlich verringert werden. Auch soll die Lohnverrechnung vereinfacht und das Kumulationsprinzip im Verwaltungssrecht reformiert werden. Nachbesserungen werden auch bei der Rot-Weiß-Rot-Karte kommen. Hier gäbe es aktuell noch Probleme bei der Anerkennung von Abschlüssen und auch bei der Bewertung, so Hummer.

Pläne für Oberösterreich

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Nicht nur auf Bundesebene, auch im Land will die WKOÖ-Präsidentin wichtige Verbesserungen voranbringen. So kämpft sie gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund etwa für eine Prämie von 1000 Euro für Meister- und Befähigungsprüfungen. Hier brauche es eine Beseitigung der Ungleichbehandlung gegenüber der universitären Ausbildung, stellt die WB-Landesobfrau klar. Zudem sollen die Ausbildungsangebote der Dualen Akademie weiter ausgebaut und noch mehr Technisch-Naturwissenschaftliche Neue Mittelschulen geschaffen werden.

Nahversorgerpaket

Einen Schwerpunkt will Hummer auch im Bereich der Nahversorger setzen. Hier soll die Nahversorgerförderung massiv ausgebaut werden und auch der Zugang zur Förderung erleichtert werden. „Nahversorger haben neben der wirtschaftlichen auch eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung. Sie ist Nachbarschaftsbeziehung, ist Dialog – das Gespräch von Mensch zu Mensch“, betont die WKOÖ-Präsidentin. Zudem fordert sie eine Digitalisierungsoffensive, 1 Millionen Euro sollen hier investiert werden.

Bereit für die Wahl

Angesichts der bevostehenden Wirtschaftskammerwahl Anfang März sieht sich der Wirtschaftsbund gut gerüstet, die Zweidrittelmehrheit soll gehalten werden. „Personell, organisatorisch und inhaltlich sind wir perfekt aufgestellt“, so WB-Direktor Wolfgang Greil. Insgesamt stellt der Wirtschaftsbund 1398 Kandidaten, die in allen 77 Fachgruppen antreten werden. „Wir wollen wieder die stärkste Kraft sein, als deutliche Nummer eins durchs Ziel laufen und einen klaren Auftrag für die kommenden fünf Jahre bekommen“, betont Greil.

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