Wirtschaftskammer drängt auf Impfungen am Arbeitsplatz

Die Wirtschaftskammer drängt auf einen raschen Impfstart in den Betrieben. „Es zählt jeder Tag, denn über die Betriebe können wir einen niederschwelligen Zugang zu Impfungen und damit eine hohe Durchimpfungsrate sicherstellen“, so WKÖ-Chef Harald Mahrer. Erhebungen der Kammer zufolge haben die Unternehmen einen Bedarf für über 500.000 Beschäftigte, inklusive Angehörigen könnten bis zu einer Million Menschen geimpft werden.

Ob und wann Impfstraßen in Betrieben starten können, hängt von der Verfügbarkeit von Impfstoffen ab. Nach Angaben des Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein (Grüne) soll im Mai mit betrieblichen Impfungen begonnen werden, zunächst aber auch dort nach Priorisierung nach Alter und Risikogruppe.

Die Wirtschaftskammer listet österreichweit rund 1.700 mögliche betriebliche Impfstellen auf. Von den Betrieben sind demnach knapp unter 532.000 impfwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeldet worden. Vielerorts würden die Firmen die bestehenden Teststraßen durch Impfstraßen ergänzen oder ersetzen und könnten deshalb jederzeit starten.

„Wir wissen, dass viele Betriebe gut vorbereitet sind. Das heißt, wir wollen Anfang Mai mit dem betrieblichen Impfen starten“, sagte Impfkoordinatorin und Sektionschefin im Gesundheitsministerium, Katharina Reich, diese Woche im ORF-Radio.

So sollen etwa Betriebe mit Staatsbeteiligung und einige österreichweit tätige Großunternehmen direkt vom Bund Impfstoff erhalten. Dazu gehören laut Medienberichten unter anderem Porr, Post, ÖBB, OMV und A1 Telekom Austria.

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Laut Wirtschaftskammer bemühen sich auch der Flughafen Wien, Magna und die Erste Group um Impfstoff gegen Covid-19. Teils würden die Unternehmen die Impfinfrastruktur auch für andere, kleinere Firmen öffnen.

Auch die Supermarktketten wollen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab Mitte oder Ende Mai immunisieren. Die Regierung hat Impfstoff in Aussicht gestellt, aber einen fixen Starttermin gibt es auch hier noch nicht.

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