WKOÖ drängt auf mehr Geld für den Breitbandausbau

Vier Milliarden Euro nötig, sonst gerät Wirtschaftsstandort unter Druck

Die obersten Vertreter der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) drängen auf einen massiven und konzertierten Ausbau der Glasfaserleitungen.

„Sonst gerät der Wirtschaftsstandort Oberösterreich ins Hintertreffen“, warnten WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Christof Schumacher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WKOÖ, bei einem Pressegespräch in Linz.

Die „Breitbandmilliarde“ sei definitiv zu wenig; wolle man den Glasfaserausbau ernst nehmen seien laut Hummer „vier Milliarden Euro“ notwendig. Zudem müsste ebendieser Ausbau zentral gesteuert werden, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Ein Aspekt sei ein flächendeckendes Leerrohrkonzept, auf das Schumacher drängt.

Beim Breitbandausbau müssen die Bemühungen intensiviert werden, sind sich WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Christof Schumacher, Obmann der Sparte Information und Consulting in der WKOÖ einig. © Strobl

Brisant sei diesbezüglich, dass laut Umfrage bereits 80 Prozent von 54.000 befragten Unternehmen eine zeitgemäße Infrastruktur als (sehr) wichtig für den Unternehmenserfolg erachten. Schumacher: „In ein, zwei Jahren wird diese Quote sicher bei nahezu hundert Prozent liegen.“ Die Realität schaue derzeit anders aus: Knapp die Hälfte der befragten Betriebe sieht Verbesserungspotenzial bei der Internetanbindung.

Da das Internet eine immer wichtigere Rolle spielt, prescht Hummer auch mit einer weiteren Forderung vor: „Es wird Zeit, dass die Mehrwertsteuer für Internetdienste der Provider von 20 auf zehn Prozent gesenkt wird“, so ihre Forderung in Richtung künftige Bundesregierung.

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