Wirtschaftskraft und Umweltschutz sind kein Widerspruch in OÖ

Landeshauptmann Stelzer will Oberösterreich zur europäischen Spitzenregion bei der Klimaforschung machen

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Man starte angesichts der anhaltenden Pandemie zwar mit Sorgenfalten ins neue Jahr, der Blick sei aber zugleich positiv in Richtung Zukunft gerichtet.

„Wir wollen am Weg aus der Krise die Chancen des Klimawandels für Oberösterreichs Wirtschaft und Beschäftigung nutzen, um europäische Spitzenregion durch Klimaschutz mit Hausverstand zu werden“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer am Donnerstag zum wirtschaftspolitischen Jahresauftakt, zu dem die OÖVP mit WIFO-Economist Josef Baumgartner und Stefan Fink (Chief Economist KPMG Österreich, FH OÖ Campus Steyr und JKU-Lektor) gleich zwei renommierte Experten eingeladen hatte.

Klimawandel als Chance

„Vor allem bei Herausforderungen wie dem Schutz des Klimas, der Transformation der Wirtschaft oder der Pflege gilt es heute schon an morgen zu denken“, so Stelzer. Daher gelte es, den Klimawandel als Chance zu sehen und OÖ zu einer europäischen Spitzenregion bei der Klimaforschung zu machen.

Das soll mithilfe technologischer Innovationen und öffentlicher Investitionen forciert werden. So sei OÖ im Bereich Mobilität bereits jetzt ein Vorreiter beim Thema Wasserstoff.

„Wir müssen die Transformation der Produktion weiter vorantreiben und dabei die Produktion als Schlüsselfaktor für Wohlstand, Arbeitsplätze und Krisenresistenz erhalten. In zehn Jahren ist Oberösterreichs Forschungsquote um 40 Prozent gestiegen. Damit sind wir bundesweit Forschungs-Nummer 1“, bilanziert der Landeshauptmann.

„Wir wollen technologisch immer schon dort sein, wo andere erst hinwollen.“ Dahingehend sei die Technische Universität für Digitalisierung ein Schlüsselprojekt: Sie werde für einen kräftigen Innovationsschub sorgen und gleichzeitig Fachkräfte der Zukunft hervorbringen.

449 Millionen fürs Klima

„Wirtschaftskraft und Umweltschutz sind feste Bestandteile der DNA Oberösterreichs. Wir haben daher die besten Voraussetzungen, um europaweit voranzugehen und uns klar abzuheben“, steht für Stelzer fest.

Er sieht Oberösterreich dabei auf einem guten Weg: So seien die Treibhausgas-Emissionen pro Wirtschaftseinheit seit 2000 laut den neuesten Daten des Umweltbundesamtes um fast die Hälfte zurückgegangen (2000 bis 2019 um –47,1 Prozent). So investiere OÖ alleine 2022 insegsamt 449 Mio. Euro in den Klimaschutz — dazu zählen der öffentliche Verkehr, erneuerbare Energien, Wohnhaussanierung und Agrarprogramme.

Auch der Arbeitsmarkt steht vor großen Herausforderungen. „Dennoch ist es gelungen, mit fünf Prozent im Jahresschnitt die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer zu haben. Teilweise waren sogar mehr Menschen in Beschäftigung als jemals zuvor“, sieht Stelzer OÖ gut für 2022 gerüstet.

Die oö. Unternehmen sind auch am internationalen Parkett erfolgreich. Mit 4,2 Mrd. Euro gab’s im ersten Halbjahr 2021 den höchsten Exportüberschuss aller Bundesländer. Mit 21 Mrd. Euro stammt gut ein Viertel aller rot-weiß-roten Exporte aus OÖ.

Arbeit und Qualifizierung

Bei aktuell 25.209 offenen Stellen könnten sechs von zehn Arbeitssuchenden in OÖ sofort eine Stelle erhalten. Das verdeutlicht, dass der Fachkräftemangel anhalten wird. „Es gilt, mittels Qualifizierung den Menschen Weiterbildungen zu ermöglichen, damit sie möglichst rasch wieder einer Arbeit nachgehen können. Wir erarbeiten dazu mit den Sozialpartnern und Stakeholdern maßgeschneiderte Programme“, kündigte Stelzer eine Neuauflage des Paktes für Arbeit und Qualifizierung an.

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