Wirtschaftswissen oft mangelhaft

Mehrheit kennt laut Imas-Umfrage den Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ nicht

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Das Wissen über Wirtschaft und gesellschaftliche Zusammenhänge ist in der Bevölkerung noch stark verbesserungswürdig. Wie eine Imas-Umfrage im Aufrag der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) zeigt, kann etwa die Mehrheit der Österreicher mit dem Begriff „Soziale Marktwirtschaft“, also dem Prinzip, bei freiem Wettbewerb auch soziale Aspekte zu berücksichtigen, nichts anfangen. Nur 45 Prozent der Befragten haben laut Umfrage überhaupt schon von der Sozialen Marktwirtschaft in Österreich gehört oder gelesen. Die Mehrheit der Bevölkerung war sich dieser Wirtschaftsordnung bislang noch nicht bewusst (33 Prozent) oder konnte hierzu keine Antwort abgeben (23 Prozent).
„Spätestens nach dieser Auswertung müssen alle Alarmglocken läuten“, ist IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel über das Ergebnis der Umfrage erschrocken. Er ortet in der öffentlichen Debatte ernste Zweifel an der Fähigkeit der sozialen Marktwirtschaft, den sozialen Ausgleich zu schaffen. Einen möglichen Lösungsansatz sieht Kneifel darin, mehr Steuergerechtigkeit und faire Wettbewerbschancen zu schaffen. Auch die Entlastung des Faktors Arbeit, mehr Investitionen in den frühkindlichen Bereich und die Forcierung der Ausbildung bis zum 18. Lebensjahr sind für den IWS-Chef hier wichtige Punkte, um der Skepsis entgegen zu wirken und Ungleichheit sowie Benachteiligung hintanzuhalten.