Wissenschaftliches zur Existenz von Trollen

Interaktiver „Trollspion“ am Landestheater für alle ab 5 Jahren

Solo: Naturforscher Alexander Köfner
Solo: Naturforscher Alexander Köfner © Petra Moser

„Der Trollspion“, ein Monolog-Theaterstück für Kinder ab 5 Jahren von Wolfram Hänel, feierte am Samstag auf der Studiobühne des Landestheaters in Linz Premiere, Inszenierung Nele Neitzke. Am Klavier perlt die Peer Gynt Suite, den Erwachsenen signalisierend, dass es unter bunten Kugelbäumen und Riesenfliegenschwammerln (Bühne: Seraina Keller) um ein nördliches Land geht.

Den Kindern bleibt die Geografie unbekannt und auch egal. Solodarsteller Alexander Köfner verbündet sich schon im Foyer mit seinem jungen Publikum. Sie folgen dem Naturforscher auf eine unentdeckte Insel. Dort gibt es Gelsen, dagegen hilft, sofern man ihn findet, Gelsenspray. Der musikalische Leiter Nebojsa Krulanovic zaubert im Hintergrund. Auf seinem Klavier entstehen Gelsen, gute, böse Sounds, es pupst und trollt in allen Stimmungslagen.

Interessant auch Geruch und Beschaffenheit …

Lange plaudert Köfner einfach irgendwas mit den Kindern. Sie folgen ihm, mögen ihn und seine souveräne Schlagfertigkeit. Jede Menge Stoff liefert seine imaginäre Bemmerlsammlung. Genussvoll wiederholt er dutzendfach das Wort. Elche machen Bemmerl genauso wie Elefanten, nur sind die, ganz klar, viel größer wie die von kleineren Tieren. Interessant auch Geruch und Beschaffenheit. Kumpelhafte Dialoge mit einigen Kids, die sich als weitere Hauptdarsteller erweisen, erheitern auch die Erwachsenen.

Erst nach etwa Halbzeit outet sich der Forscher als „Trollspion“. Er soll den Beweis für die Existenz der Trolle liefern. Die richtige Höhle hat er schon gefunden. Nun muss er einen anlocken. Vorsicht ist geboten, Trolle können hinterhältig und fies sein. Als Sockenpuppe auf der Hand des Schauspielers führt sich einer dann auch entsprechend auf. Ein zweiter macht sich die ganze Zeit auf der Bühne wichtig.

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Genaueres sei hier verschwiegen. Die Erkenntnis, dass Trolle sich nicht fotografieren lassen, führt nach gut einer Stunde zur bahnbrechenden wissenschaftlichen Erklärung: „Kein Foto ist der Beweis, dass Trolle nicht existieren.“ Sämtliche Hohlstellen geraten darüber zur Nebensache. Bestens gelungen auch der Versuch, junges Publikum aktiv am Geschehen zu beteiligen. Die Kinder hatten ihren Spaß, die Erwachsenen eine Freude mit den Kindern.

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