Wissenswertes zur Katarakt-OP

Katarakt-Operationen werden heutzutage meistens tagesklinisch ambulant durchgeführt. Primar Josef Macher, Geschäftsführer der Klinik Diakonissen Linz und Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs, beantwortet die häufigsten von Patienten gestellten Fragen zu dieser Thematik.

Rät der Augenarzt zu einer Grauen-Star-Operation, tauchen bei den Patienten eine Reihe von Fragen auf. Primar Josef Macher, Geschäftsführer der Klinik Diakonissen Linz und Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs, beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen.
* Art der Narkose: Katarakt-Operationen werden heutzutage meistens tagesklinisch ambulant vorgenommen. Eine Spritze neben oder hinter das Auge ist in der Regel nicht notwendig, Vollnarkosen sind nur in seltenen Fällen erforderlich. Die Schmerzfreiheit wird durch Augentropfen erzielt.
* OP mit Roboterverfahren oder durch Ärztehand?
„Goldstandard ist international die sogenannte Phakoemulsifikation. Dabei wird der Linsenkern mittels Ultraschall verflüssigt, abgesaugt und durch eine Kunstlinse ersetzt“, erläutert Macher. Da es sich bei dieser Operation um einen hochkomplexen Eingriff am wichtigsten Sinnesorgan mit äußerst empfindlichen und verletzlichen Strukturen handelt, kann ein erfahrener Chirurg mit seiner Reaktionsschnelligkeit auch in naher Zukunft nicht durch einen Computer ersetzt werden.
* Was passiert, wenn die neue Kunstlinse abgestoßen wird?
Das ist unwahrscheinlich. Die verwendeten Kunststoffe werden sehr gut vertragen, Kunstlinsen haben eine Haltbarkeit von rund 200 Jahren. So wie für alle Arten von Implantaten gesetzlich vorgesehen, werden auch Intraokularlinsen vor der Markteinführung auf Verträglichkeit geprüft. Daher können die Linsen in der Regel ein Leben lang im Auge verbleiben. Falls keine weiteren Augenerkrankungen vorliegen, ist eine neuerliche Verschlechterung nicht zu erwarten. Unverträglichkeiten kommen extrem selten vor, die Linse kann aber wieder entfernt werden.
* Ist nach der Operation auch die Fehlsichtigkeit behoben?
Eingetrübte Linsen werden bei Katarakt-Operationen überwiegend durch Einstärken-Kunststofflinsen ersetzt. „Da der Anspruch der Patienten an das postoperative Ergebnis in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, stehen zur Implantation neben Einstärken-Kunststofflinsen auch torische und multifokale Linsen zur Verfügung. Torische Linsen dienen der Korrektur der Hornhautverkrümmung, Multifokallinsen der Behebung von Alterssichtigkeit“, erläutert Macher. Der Aufwand in der Vorbereitung der Operation ist dadurch gestiegen, die Operation selbst muss noch präziser durchgeführt werden, damit die Vorteile für die Patienten bemerkbar sind.
* Wie weiß ich, dass der Operateur über die nötige Expertise verfügt?
„Für die Patienten ist es ein großer Vorteil, dass sie in einer Privatklinik vom Arzt ihres Vertrauens und der besten Qualifikation behandelt werden können“, betont Macher.