WK OÖ macht 50 Mio. Euro für Betriebe bis Ende 2021 locker

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer © WKOÖ

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WK OÖ) macht für das Hochfahren der Wirtschaft nach dem Lockdown bis Ende 2021 in ihrem Bundesland 50 Mio. Euro locker.

So werden je nach Branche Grundumlagen für Betriebe gekürzt oder gestrichen, was in Summe 23 Mio. Euro ausmacht. 27 Mio. Euro sind „frisches Geld“, das etwa aus Rücklagen komme, informierte WKO-ÖÖ-Präsidentin Doris Hummer am Mittwoch.


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Das Investitionspaket in dieser Höhe sei „in der Geschichte der WK OÖ noch nie da gewesen“, meinte die Präsidentin. So werden u.a. 6. Mio. Euro für „digitale Transformations- und Innovationsprojekte“ bereitgestellt, knapp 9 Mio. Euro verteilen die Fachgruppen, was nur durch Auflösen der jeweiligen Rücklagen möglich sei, führte Hummer weitert aus. Zur Existenzsicherung der Betriebe werden 6 Mio. Euro ausgegeben. Dieses Paket sei der erste Schritt, um die Unternehmen in Oberösterreich zu einer „neuen Stärke“ zurückzubringen. Hummer geht davon aus, dass der Re-Start mindestens zwei Jahre dauern werde. Weitere finanzielle Unterstützung seitens der Kammer schloss sie nicht aus, ohne aber einen konkreten Geldbetrag zu nennen: „Derzeit fahren wir auf Sicht.“

Um die Konjunktur wieder anzukurbeln, benötige es zudem sowohl ein Forcieren von öffentlichen als auch von Unternehmensinvestitionen. Zudem müsse der private Konsum gesteigert werden. Dies könne nur durch ein Entlasten der Einkommenssteuer sowie einer vorübergehenden Senkung der Umsatzsteuer für besonders betroffene Bereiche gelingen. Bei letzterem sollte man dem Beispiel Deutschlands folgen, regte Hummer „eine intensive Diskussion“ für Österreich an.

Nur die Hälfte der oö. Unternehmer blickt derzeit optimistisch in die zweite Jahreshälfte. Daher haben sie geplante Investitionen zurückgezogen oder verschoben. Ein Drittel der Betriebe gab in einer repräsentativen Umfrage, die das market-Institut für die Kammer durchgeführt hat, an, härter als erwartet von der Corona-Krise getroffen worden zu sein. Ein Viertel wiederum werde tatsächlich auch nicht investieren, sagte die Präsidentin.

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