Wöginger: „Wir machen das ja nicht aus Jux und Tollerei“

Das neue Jahr soll endlich eine umfassende Pflegereform bringen. Bis Ende Jänner oder Anfang Februar soll jedenfalls ein Zwischenbericht vorliegen, kündigte der türkise Verhandler, ÖVP-Klubobmann August Wöginger an.

„Wir sind mitten in den Verhandlungen und die laufen sehr gut.“ Die Arbeitsgruppen zur Pflegereform tagen intensiv, versicherte Wöginger im APA-Interview. Es gehe um eine bessere Unterstützung der pflegenden Angehörigen, eine Personaloffensive inklusive einer Pflegelehre, eine nachhaltige Finanzierung des Pflegesystems und eine Forcierung von Pflege daheim. Verzögert wurde die Pflegereform durch die notwendige Bewältigung der Corona-Pandemie.

Dass schon ab dem Stefanitag wieder massive Kontaktbeschränkungen gelten, verteidigte Wöginger. Auf die Frage, ob das nicht einen „Stau“ an Familientreffen verursache, erklärte Wöginger, es gehe ja darum, die sozialen Kontakte überhaupt zu reduzieren. „Wir machen das ja nicht aus Jux und Tollerei“, denn die größte Ansteckungsgefahr gebe es im Privatbereich.

Die Zahl der Infizierten sei einfach zu hoch, deshalb müsse man jetzt diesen Lockdown durchführen.

Vom Regierungspartner, den Grünen, schwärmt Wöginger wie eh und je, und dass die Zeit nach Corona Konflikte zwischen den beiden bringen könnte, befürchtet er nicht: „Wer diese Pandemie und Wirtschaftskrise so gut miteinander bewältigen kann, der kann auch alle anderen Themen abarbeiten und gemeinsam auflösen.“

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