Wohl wegen neuer Scheine: Starker Rückgang bei Falschgeld

Im Vorjahr in Oberösterreich nur 724 gefälschte Banknoten

Vor allem 50er sind bei Fälschern beliebt. Die Gefahr, an eine „Blüte“ zu gelangen ist allerdings gering.
Vor allem 50er sind bei Fälschern beliebt. Die Gefahr, an eine „Blüte“ zu gelangen ist allerdings gering. © thodonal - stock.adobe.com

Im Vorjahr wurden in Österreich deutlich weniger gefälschte Banknoten entdeckt als noch im Jahr zuvor. Bundesweit wurden 7997 „Blüten“ als solche entlarvt und aus dem Verkehr gezogen.

Das bedeutet ein Minus von fast einem Drittel (31,8 Prozent) im Jahresvergleich, ist man bei der Notenbank (OeNB) zufrieden. Wie aktuelle Zahlen der OeNB zeigen, wurden im Vorjahr 1,8 Milliarden Geldscheine auf ihre Echtheit und Umlauffähigkeit geprüft.

Meiste Blüten in Wien

Besonders hoch war das Falschgeld-Aufkommen im Vorjahr in Wien, wo 35,9 Prozent der gesamten Fälschungen sichergestellt wurden. In Oberösterreich kam man auf einen Anteil von unter 10 Prozent. „Die Fälschungen gingen deutlich um 13 Prozent zurück, insgesamt waren nur 724 gefälschte Banknoten im Umlauf,“ so Armin Schneider von der OeNB West über die Statistik im Land ob der Enns.

Wie positiv die Bilanz in Oberösterreich ist, zeigt sich auch daran, dass im Vergleich zu den echten in Umlauf befindlichen Scheinen in Oberösterreich statistisch nur jede 150.000 Banknote falsch ist, womit man fast beim Doppelten des Schnitts in Österreich liegt (mit 79.000). Damit sind nur 0,0007 Prozent aller Scheine in Oberösterreich gefälscht.

Den Grund für den allgemeinen Rückgang sieht man bei der Notenbank in der deutlich raffinierteren und aufwendigeren Machart der neuen Euro-Serie, die das Fälschen immer schwieriger und umfangreicher mache.

Der „Falsche Fuchzger“

Der Begriff „Falscher Fuchzger“ ist Programm: In Oberösterreich ist der Fünfziger mit einem Anteil von 51 Prozent an den Fälschungen führend. 27 Prozent der Fälschungen waren Hunderter, 14 Prozent Zwanziger.

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