Wolfgang Hermann: Herr Faustini bekommt Besuch

Herr Faustini is back. Der sympathische, sanfte Mann, eine Erfindung des Vorarlberger Autors Wolfgang Hermann, dessen beiläufige Abenteuer seit Jahren eine große Fangemeinde ansprechen, bekommt diesmal Besuch.

Unangekündigt und unerwartet. Denn eine wildfremde Frau klingelt bei ihm an, stellt ihm den mitgebrachten jungen Mann als ihren gemeinsamen Sohn vor und diesen bei ihm ab. Sie wolle zwei Wochen verreisen, Zeit, mal ein bisschen Verantwortung zu übernehmen, nicht?

Also bittet Herr Faustini den Buben ins Haus und quartiert ihn im Gästezimmer ein. Hugo ist ein typischer Teenager, meist mit seinem Smartphone beschäftigt und an Gesprächen mit Erwachsenen nicht sonderlich interessiert. Herr Faustini behandelt ihn mit Zurückhaltung und kann Punktesiege landen.

Herr Faustini weiß bald: Es ist nicht alles für den Hugo, was man in diese Beziehung investiert, sondern auch er hat was davon. Zusammen ist man weniger allein. Bald schließt er den temporären Ziehsohn ins Herz.

Es gibt eine Auflösung des Hugo-Rätsels, und die Nachbarin spielt darin eine entscheidende Rolle. Man hätte gut darauf verzichten können, denn ohne Entzauberung wäre diese Vater-Sohn-Beziehung noch schöner gewesen.

Wolfgang Hermann: „Herr Faustini bekommt Besuch“, Limbus Preziosen, 128 Seiten, 15 Euro.

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