„Wollen Riesenparty mit den Fans feiern“

Österreichs Fußball-Nationalteam will gegen Nordmazedonien die EM-Quali klar machen

FUSSBALL-EM-QUALIFIKATION: SLOWENIEN - ??STERREICH
FUSSBALL-EM-QUALIFIKATION: SLOWENIEN - ??STERREICH © APA/Jäger

Die Stimmung im ÖFB-Team war nach dem Auswärtssieg prächtig, wenngleich sich auch die ersten warnenden Stimmen erhoben. „Wir haben die Türe weit aufgestoßen, aber wir sind noch nicht durch“, warnte etwa Präsident Leo Windtner. Nicht nur der Oberösterreicher hofft, dass bereits im Heimspiel gegen Nordmazedonien auch der letzte Schritt zur EM-Endrunde gemacht wird: „Wir wollen am 16. November im Wiener Ernst-Happel-Stadion diese traditionelle Riesen-Qualifikationsparty feiern mit den Fans.“

Ähnlich klangen die Worte von Teamchef Franco Foda. „Die Ausgangsposition ist besser, viel besser. Aber den Sack müssen wir noch zumachen“, so der Deutsche. In der Stunde der Fast-Qualifikation erinnerte er aber auch daran, dass seine Mannschaft nach dem verpatzten Start mit Niederlagen gegen Polen (0:1) und Israel (2:4) schon mit dem Rücken zur Wand gestanden ist. Doch fünf Siege und ein Remis später sieht die Welt wieder viel besser aus. Allen personellen Ausfällen zum Trotz, gegen Slowenien standen erstmals seit 2009 in einem Pflichtspiel weder David Alaba noch Marko Arnautovic auf dem Platz.

„Haben großes Spektrum an guten Spielern“

Ferner fehlten verletzungsbedingt Stefan Lainder, Xaver Schlager, Florian Grillitsch, Philipp Lienhart und Hannes Wolf. Das konnte jedoch kompensiert werden: „Wir haben einen großen Kader, ein großes Spektrum an guten Spielern. Aber das Wichtigste ist der Teamgeist“, erklärte Foda: „Die Jungs, die reingekommen sind, haben den Plan sehr, sehr gut umgesetzt“, lobte Foda. „Ich bin sehr stolz auf alle Spieler, das ganze Betreuerteam.“

Auch Foda durfte sich über Lob freuen: „Er ist ein gewaltiger Stabilitätsfaktor für das Team. Jeder Teamchef hat seine eigene Handschrift, der Weg und der Erfolg bestätigen seine Handschrift“ erklärte Windtner. Nun gelte es, „das Ding klarzumachen“, so Windtner. Bei dem Reifeprozess, den das Team vollzogen hat, sollte das eigentlich nur Formsache sein.

Kapitän Julian Baumgartlinger ortete jedenfalls eine „Riesen-Mentalitätsleistung der Mannschaft. Denn es ist nicht so leicht, wenn man zwei Spiele verliert, es sind noch acht zu gehen und im Prinzip prasselt so viel auf einen ein. Da muss man sich zuerst schon einmal schütteln, muss gegen alle Widerstände angehen“, erinnerte er an die heftige Kritik nach dem Fehlstart.

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