www.wobinichrichtig.at gibt Orientierung im Gesundheitswesen

Patienten landen noch viel zu oft an falschen Stellen

V. l.: Niedermoser (Ärztekammer), LH-Stv. Haberlander, Maringer (ÖGK)
V. l.: Niedermoser (Ärztekammer), LH-Stv. Haberlander, Maringer (ÖGK) © Land OÖ/Gerstmair

LINZ — Immer wieder landen Menschen mit gesundheitlichen Problemen an der falschen Stelle. So etwa würde für die Hälfte der Spitals- ambulanzpatienten ein Besuch beim niedergelassenen Arzt reichen. Die Internetseite www.wobinichrichtig.at soll nun mithelfen, die Patientenströme richtig zu lenken und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Die Seite bietet Orientierung im Gesundheitssystem und gibt lnformationen auch in Form von Videos oder Tipps, wie man sich bei Beschwerden selbst helfen kann und wie und wo man seriöse Gesundheitsinfos findet. Hinter dem Angebot stehen die großen Institutionen im oö. Gesundheitswesen.

Kleine Beschwerden selbst behandeln

In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Themen von „wobinichrichtig.at“ besonders aktuell. Es gilt, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Ein Beitrag kann sein, sich bei kleinen, harmlosen Beschwerden selbst zu versorgen — hier gibt es online Anleitungen zur Selbsthilfe. „Unsere Kampagne informiert daher über zwölf häufige Beschwerdebilder“, sagt Albert Maringer, Landesvorsitzender der Österreichischen Gesundheitskasse, etwa Insektenstiche, Hautausschläge oder Schwindel.

Ist aber ärztliche Hilfe nötig, ist es wichtig, sich rasch an die richtige Stelle zu wenden. Die Patienten sparen sich dadurch Wege und Wartezeit, das Gesundheitssystem wird entlastet. „Wir wollen ihnen Hilfestellung anbieten und ihnen übersichtlichere Wege aufzeigen, die Kommunikation verbessern und ihnen dadurch Sicherheit geben“ so Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander.

Auch für Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser ist es wichtig, dass sich Patienten zunächst erkundigen und dann beim ‚best point of service‘ landen, der eben oft nicht im Spital liegt.

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